Deutlich im Plus: Die Jahresrechnung 2019 der Gemeinde Uzwil schliesst mit einem Plus von 4,99 Millionen Franken

Verantwortlich für diese Besserstellung sind unter anderem die Steuereinnahmen, die höher ausfielen als erwartet.

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Den Überschuss legt die Gemeinde hauptsächlich in zwei Vorfinanzierungen.

Den Überschuss legt die Gemeinde hauptsächlich in zwei Vorfinanzierungen.

Bild: Beat Schiltknecht/Imagevideo

(pd/tos) Die Jahresrechnung 2019 der Gemeinde Uzwil schliesst mit einem Plus von 4,99 Millionen Franken. Das verkündet die Gemeinde in ihrem aktuellen Mitteilungsblatt. Zu dieser Besserstellung führten einige wenige, grosse Ausreisser, darunter etwa bei den Steuereinnahmen. Bereits im Februar berichtete die Gemeinde, dass diese fast 2 Millionen Franken höher ausfielen als erwartet.

Auch der Gewinn der Technischen Betriebe fiel höher aus, heisst es weiter. Er fliesst in den Gemeindehaushalt. Und schliesslich sei das Ergebnis auch durch die Ausgabendisziplin geprägt. Im Detail legt die Gemeinde im Geschäftsbericht Rechenschaft ab. Wann er in die Haushaltungen gelangt, ist derzeit wegen der Corona-Situation noch offen.

Überschuss fliesst in die Vorfinanzierungen

Den Überschuss legt die Gemeinde hauptsächlich in zwei Vorfinanzierungen für die Schulraumerweiterung und den Neubau des Werkhofs, heisst es in der Mitteilung. Die Vorfinanzierungen helfen, die künftigen Belastungen für den Haushalt zu reduzieren. Das kommt den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zugute.

Im vergangenen Jahr hat hat die Gemeinde über insgesamt 15 Investitionsvorhaben abgerechnet. Bewilligten Krediten von 28,693 Millionen Franken standen Kosten von 25,282 Millionen Franken gegenüber, die 15 Investitionsvorhaben konnten entsprechend mit Minderkosten von insgesamt 3,41 Millionen Franken abgerechnet werden.

Geringe Nettoinvestitionen

Die Nettoinvestitionen der Gemeinde lagen 2019 deutlich tiefer als erwartet. Das ist vor allem eine Folge davon, dass sich verschiedene Vorhaben verzögern, für die namhafte Mittel reserviert sind. Dazu gehören etwa das kantonale Projekt zur Zentrumsgestaltung in Uzwil oder die Neugestaltung des öffentlichen Raumes im Dorf Niederstetten. Für diese grossen Vorhaben gelte aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Belastungen durch die Investitionstätigkeit verschieben sich einfach nach hinten.

Corona-Krise dürfte Spuren im Gemeindehaushalt hinterlassen

Tiefere Investitionen als geplant, ein hoher Rechnungsüberschuss: Diese Kombination sorgt dafür, dass sich der Gemeindehaushalt im 2019 stark entschuldet beziehungsweise Vermögen aufgebaut hat. Dazu beigetragen haben auch Umstellungseffekte vom alten aufs neue Rechnungsmodell. 9,525 Millionen Franken beträgt das Nettovermögen der Gemeinde per Ende 2019.

Diese Entlastung hilft, die hohen Belastungen der nächsten Jahre durch die Investitionstätigkeit zu verkraften. Auch die Corona-Krise dürfte 2020 ihre Spuren im Gemeindehaushalt hinterlassen.