Der Zuzwiler Dorfbach hat wieder Platz, aber nicht überall

Der Bagger hat dem Zuzwiler Dorfbach teilweise Platz zurückgegeben. Im Abschnitt Dorf bis Thur sind solche Massnahmen nicht möglich.

Andrea Häusler
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Die Verbauungen mit Steinblöcken erinnern an die Sanierung in den Jahren 1979/80.

Die Verbauungen mit Steinblöcken erinnern an die Sanierung in den Jahren 1979/80.

Bild: Andrea Häusler

Fast genau sieben Monate nach dem Nein zum Gerinneausbau des Zuzwiler Dorfbachs, beziehungsweise dem Bau eines Entlastungsstollens an der Urne, präsentiert sich das Bachbett aufgeweitet. Zumindest im nördlichen Teil zwischen der Ausserdorfbrücke (gegenüber dem Dorfmarkt) und der Lobergbrücke. Just in jenem Bachabschnitt, der 1979/80 saniert worden war.

Die üppige Vegetation entlang der Ufer war zurückgeschnitten worden und Anfang Woche wurde das Gerinne mit einem Bagger vom Geschiebe befreit, das sich abgelagert und zu Auflandungen geführt hatte.

Laut Gemeindepräsident Roland Hardegger handelt es sich bei den Massnahmen um periodische zu verrichtende Gewässerunterhaltsarbeiten. Diese seien im Auftrag der Perimeterunternehmung von einer lokalen Tiefbaufirma ausgeführt worden. «Unter der Aufsicht des Kantons und der Gemeinde.»

Unterhaltskonzept in Erarbeitung

Die Bauarbeiten haben nichts mit dem «Unterhaltskonzept» zu tun, dessen Ausarbeitung die Perimeterunternehmung, der Kanton und die Gemeinde im November 2019 beschlossen haben, und welches die gesamte Strecke zwischen Dorf und Thur umfasst – jene Strecke notabene, auf der das verworfene Hochwasserschutzprojekt hätte ausgeführt werden sollen.

«Das Ingenieurbüro ist an der Arbeit», sagt Roland Hardegger. Er geht davon aus, dass das Konzept den Perimeterpflichtigen nach den Sommerferien präsentiert werden kann.

Kein Ersatz für ein Hochwasserschutzprojekt

Das Unterhaltskonzept sichert den Erhalt des bestehenden Ausbauprofils, ersetzt aber nicht Massnahmen zum Hochwasserschutz. Gespräche über ein neues Projekt seien im Gang, aber durch «Corona» unterbrochen worden, sagt Hardegger.

Ziel des nun vorgezogenen Unterhaltskonzepts ist es, auf der gesamten Strecke des Bachs Unterhaltsarbeiten wie den Rückschnitt von Uferpflanzen oder die Entfernung von Auflandungen auszuführen. Dafür fehlen im unteren Teil – im Gegensatz zum oberen – die nötigen Voraussetzungen.