Der Wiler Gastgemeindeauftritt am St. Galler Fest: Ein Besuch, der sich gelohnt hat

Das OK der Stadt Wil zieht ein positives Fazit. Durch den Auftritt am St. Galler Fest habe die Stadt Wil ihr Image über die Gemeindegrenzen hinaus nachhaltig verbessern können.

Gianni Amstutz
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Auf einer grossen Leinwand prangt der Wiler Hofplatz über der Szenerie auf dem St. Galler Gallusplatz. (Bild: Urs Bucher)

Auf einer grossen Leinwand prangt der Wiler Hofplatz über der Szenerie auf dem St. Galler Gallusplatz. (Bild: Urs Bucher)

Für zwei Tage war Wil gefühlt Kantonshauptstadt, nahm sie doch in dieser als Gastgemeinde am St. Galler Fest mit dem Gallusplatz einen der wichtigsten und gemäss Stadtpräsidentin Susanne Hartmann schönsten Plätze in Beschlag. Kurzerhand verwandelten freiwillige Mitarbeitende der Stadt, Wiler Gewerbler sowie Vereine und Organisationen den Platz beim Kloster in den Wiler Hofplatz, eine grosse Leinwand mit einer Abbildung desselben inklusive.

Alle Beteiligten sind äusserst zufrieden

Rund ein Jahr dauerten die Vorbereitungsarbeiten auf den Anlass, an dem über 100 Helfer beteiligt waren. Nun ist das Fest vorbei, der Platz wieder in seinem ursprünglichen Zustand. Susanne Hartmann, die das OK leitete, bilanziert: «Der Auftritt hat sich trotz des grossen Aufwands definitiv gelohnt.» Doch wie genau kann die Stadt Wil von ihrem Auftritt in St. Gallen profitieren? Das Ziel, eine lebendige, offene und zukunftsgerichtete Stadt zu präsentieren, sei auf allen Ebenen geglückt. Das sei ihr sowohl vom OK des St. Galler Fests, den Festbesuchern, den Helfenden an den Ständen, den Wiler Vereinen, Kulturschaffenden und Gewerblern bestätigt worden. «Ich habe keine einzige negative Rückmeldung erhalten, was wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist», freut sich die Stadtpräsidentin. Die Stimmung auf dem Wiler Hofplatz sei während des ganzen Anlasses hervorragend gewesen. Mal etwas ruhiger, dann wieder lauter wie bei der Holzfäller-Show, doch immer friedlich. Für eine Stadt wie Wil sei es wichtig, sich über die Gemeindegrenzen hinaus zu präsentieren. «Eine Chance, die wir genutzt haben», sagt Hartmann. So habe das Fest die Möglichkeit geboten, neue Leute kennen zu lernen, bekannte Gesichter wiederzusehen und sich in ungezwungener Atmosphäre zu unterhalten.

Finanzielles Ergebnis steht noch aus

Neben der gestärkten Aussenwahrnehmung Wils sei der gemeinsame Auftritt mit vielen Beteiligten aus unterschiedlichen Bereichen auch eine Chance gewesen, gemeinsam etwas zu schaffen und die Stadt näher zusammenzubringen, sagt Susanne Hartmann. Die Zusammenarbeit habe dabei bestens funktioniert.

Noch nicht klar ist, ob sich der Auftritt in St. Gallen auch aus finanzieller Sicht gelohnt hat. Zahlen könne man zu diesem Zeitpunkt noch keine nennen. 30000 Franken betrug das Budget der Stadt. «Natürlich hoffen wir, dass am Ende mindestens eine schwarze Null steht», sagt die Stadtpräsidentin. Doch ungeachtet des monetären Ergebnisses, könne der Besuch als Gastgemeinde als voller Erfolg bezeichnet werden.