Der Weg ist noch weit

Die Hinterthurgauer Gemeinden Bichelsee-Balterswil und Fischingen sollen Teil eines geplanten Regionalen Naturparks werden. Der Gemeindeverband Pro Zürcher Berggebiet wird nun die Machbarkeit des Parks abklären. Die Studie dauert anderthalb Jahre.

Ives Bruggmann
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Das Tannzapfenland ist bei Wanderern beliebt. Ein Naturpark soll der Region weitere Attraktivität verleihen. (Bilder: Olaf Kühne)

Das Tannzapfenland ist bei Wanderern beliebt. Ein Naturpark soll der Region weitere Attraktivität verleihen. (Bilder: Olaf Kühne)

BICHELSEE-BALTERSWIL. Das Tannzapfenland wird Teil eines Regionalen Naturparks (RNP). So zumindest lautet der Plan des Gemeindeverbands Pro Zürcher Berggebiet. Bis es aber so weit ist, sind noch einige Hürden zu nehmen. Gestern fiel der Startschuss mit der Machbarkeitsabklärung für die Realisierung des Regionalen Naturparks.

Für die Abklärungen sind anderthalb Jahre veranschlagt, begleitet werden die Arbeiten von Fachleuten der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 106 000 Franken. 36 000 Franken davon sind Eigenleistungen des Verbandes. Für die übrigen Mittel kommen die drei betroffenen Kantone Zürich, St. Gallen und Thurgau auf.

Tannzapfenland ist einbezogen

Einbezogen in das Projekt Regionaler Naturpark sind die Regionen Goldingertal/Eschenbach, Tannzapfenland und Zürcher Berggebiet. Teile davon sind bereits im Bundesinventar der Landschaften und der Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung oder Schutzgebiet. Die Gegend ist geprägt durch eine sanfte Hügellandschaft.

Das RNP-Label wäre laut den Initianten nicht nur ein Imageträger. Sie versprechen sich davon auch einen Schub für Tourismus und Wirtschaft. Landwirtschaft und Gewerbebetriebe könnten von besseren Verkaufs- und Vermarktungsmöglichkeiten profitieren, und ein Park würde gut in einen nachhaltigen Natur- und Kulturtourismus passen. Auf der anderen Seite muss ein Regionaler Naturpark auch gewisse Kriterien wie beispielsweise eine intakte Natur- und Kulturlandschaft erfüllen.

Gute Voraussetzungen

Beat Weibel, Gemeindepräsident von Bichelsee-Balterswil, ist Vorstandsmitglied bei Pro Zürcher Berggebiet. Er denke, dass das gesamte Gebiet inklusive Hinterthurgauer Gemeinden die Bedingungen für einen Regionalen Naturpark erfüllen könne. «Bevor wir jedoch nicht wissen, ob sich ein solcher Park überhaupt lohnt, müssen wir zuerst diese Studie abwarten», sagt Weibel. In der Zwischenzeit finden verschiedene offene Workshops für Interessierte statt. Einer davon im Januar 2016 in Fischingen. Weibel erhofft sich für Bichelsee-Balterswil positive Auswirkungen für das Kulturland und die Landwirtschaft. «In Fischingen wiederum wird der Tourismus eine grössere Rolle spielen als bei uns.»

Beat Weibel Gemeindepräsident Bichelsee-Balterswil

Beat Weibel Gemeindepräsident Bichelsee-Balterswil