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«Der Wandel ist unser Antrieb»

Die Berlinger & Co. AG in Ganterschwil ist für den Prix SVC Ostschweiz 2016 nominiert. Firmenchefin Andrea Berlinger Schwyter über die vierte industrielle Revolution und worüber sie sich bei den Olympischen Spielen freut.
Chris Gilb
Andrea Berlinger Schwyter im Firmensitz in Ganterschwil unter einem Porträt ihres Grossvaters. (Bild: Chris Gilb)

Andrea Berlinger Schwyter im Firmensitz in Ganterschwil unter einem Porträt ihres Grossvaters. (Bild: Chris Gilb)

Frau Berlinger, nach Meinung der Prix-SVC-Ostschweiz-Jury zeichnet sich Ihr Unternehmen durch Offenheit, Fairness und Qualität aus Was könnte damit gemeint sein?

Andrea Berlinger Schwyter: Da müssen Sie schon die Jury fragen. Aber ich kann mir einiges darunter vorstellen. Qualität ist sowieso Pflicht für uns. Wir produzieren schliesslich Produkte für hochsensible Branchen, etwa die Pharmaindustrie. Beispielhaft für unsere Qualität sind auch unsere kleinen Mikrochips zur konstanten Temperaturüberwachung, die es in dieser Grössenordnung momentan nur von uns gibt. Oder unser Behälter für Dopingkontrollen, der etwa bei allen Olympischen Spielen eingesetzt wird.

Und mit Offenheit und Fairness?

Berlinger: Offenheit in wirtschaftlicher Sicht, da wir mit dem Wandel gehen oder dieser sogar unser Antrieb ist, wir also offen für Neues sind. Ich sehe unser Unternehmen etwa gut gerüstet für die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution, also die Informatisierung der Fertigungstechnik. Aber auch Offenheit nach innen: Drei Tage in der Woche wird für die Mitarbeiter gekocht, dann sitzen wir alle zusammen und tauschen uns ungezwungen aus. Da kommt auch die Fairness ins Spiel. Wir sind ein traditionsreiches Familienunternehmen mit vielen langjährigen Mitarbeitern, die sich bei uns wohl fühlen. Das zeigt sich auch an den vielen Anlässen, welche die Mitarbeiter gemeinsam organisieren. Auch diese Nomination ist vor allem eine Teamleistung.

Der Preis wird für innovative Unternehmen verliehen, wie bleiben Sie innovativ?

Berlinger: Meine Lebenseinstellung ist, dass das Einzige was bleibt, der Wandel ist. Wegen dieser Auffassung haben wir auch die Frankenkrise, obwohl wir 95 Prozent unserer Güter exportieren, bisher einigermassen gut überstanden. Schon einige Jahre vor dem Wegfall des Mindestkurses haben wir in der Produktion und nun auch in anderen Bereichen auf das sogenannte Lean-Management-System umgestellt. Dabei wird ununterbrochen geprüft, ob sich etwas effizienter gestalten lässt. So konnten wir einige Einsparungen machen, in dem wir etwa doppelte Wege in der Produktion eliminiert haben.

Bedeutet Einsparungen auch die Einsparung von Arbeitsplätzen?

Berlinger: Bisher nicht, vielmehr konnten wir sogar neue Arbeitsplätze schaffen, da wir für den neuen Mikrochip viele Aufträge erhalten.

Seit Jahren werden Berlinger-Behälter bei allen Olympischen Spielen zur Dopingkontrolle eingesetzt. Wie erleben Sie selbst Olympia?

Berlinger: Ich glaube, ich und auch viele unsere Mitarbeiter freuen sich heimlich oder sind mit Stolz erfüllt, wenn sie wissen, dass jeder Olympiasieger, den man gerade im Fernsehen sieht, anschliessend seine Probe in unsere Flasche abgeben muss. Aber sonst sehe ich die Spiele aus der Perspektive eines normalen Zuschauers.

Kennen Sie die anderen nominierten Firmen aus der Region?

Berlinger: Ja, und es war mir eine Freude, die einzelnen Firmenporträts zu lesen. Die Region bietet wirklich viele spannende Unternehmen.

Was erwarten Sie sich von einem eventuellen Prix-SVC-Ostschweiz-Gewinn?

Berlinger: Da wir bisher grösstenteils mit ausländischen Firmen zusammenarbeiten, würde es mich freuen, wenn unsere Produkte noch bekannter unter Schweizer Firmen würden. Gerade was die Industrie 4.0 betrifft, können wir hiesigen Firmen, welche sich für diese rüsten wollen, kompetent Hand bieten.

Der Preisgewinner erhält eine Skulptur und einen Weiterbildungs-Gutschein. Wie werden Sie die Preise einsetzen?

Berlinger: Dazu müssen wir erst gewinnen, also warte ich mit solchen Überlegungen lieber bis zur Entscheidung ab.

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