Der Steuerfuss soll bei 124 Prozent belassen werden

Der Finanzplan sieht eine Steuerfusserhöhung von vier Prozent vor. Nun soll der Steuerfuss dank eines viel besseren Jahresergebnis gleich bleiben.

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Wil. Das Budget 2011 der Stadt Wil rechnet bei einem Gesamtaufwand von rund 98,062 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 98,117 Mio. Franken mit einem Gewinn von rund 55 000 Franken. Aufgrund der positiven Entwicklung der Steuererträge 2010 sowie den ebenfalls positiven Steuer-Prognosen für das Jahr 2011 beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament am 2.

Dezember einen unveränderten Grundsteuersatz von 0,6 Promille und einen gleichbleibenden Steuerfuss von 124 Prozent – abweichend vom Finanzplan 2010–2014, der von einem Steuerfuss von 128 Prozent ausgegangen war.

In den vergangenen Jahren präsentierte die Stadt Wil jeweils Rechnungsüberschüsse von durchschnittlich fast 5 Mio. Franken. Die Rechnung 2009 schloss hingegen mit einem Gewinn von «nur» 139 000 Franken.

Auch die Prognosen für das Jahr 2010 seien infolge wirtschaftlich bedingter Einnahmeausfällen bei den Steuern sowie einem Anstieg der finanziellen Sozialhilfe nicht rosig gewesen, so dass der Stadtrat für 2010 eine Steuerfusserhöhung von 124 auf 128 Prozent beabsichtigte. In der Urnenabstimmung, die nach einem Ratsreferendum im Stadtparlament erfolgte, lehnten die Stimmberechtigten diese Steuerfusserhöhung ab.

Aufgrund der aktuellen Ergebnisse sei davon auszugehen, dass die Rechnung 2010 nicht wie budgetiert mit einem Defizit von 2,635 Mio., sondern voraussichtlich ausgeglichen abschliessen werde. (nas./sk.) stadt wil 39