Der Start zur kinderfreundlichen Gemeinde

In einem gemeinsamen Projekt der Schule Bronschhofen und der Jugendarbeit Wil stellten Schülerinnen und Schüler Ideen vor, was man in der Region alles verbessern könnte. Ein Teil der daraus entstandenen Ideen werden nach den Frühlingsferien weiterverfolgt.

Myriam Holenstein
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WIL. Am Gründonnerstag lud die Oberstufe Bronschhofen in Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit Wil zu einem Vortrag ein. Die Schülerinnen und Schüler der ersten bis dritten Oberstufe hatten während knapp eineinhalb Stunden die Gelegenheit, ihre Projekte, welche sie in den letzten zwei Wochen ausgearbeitet haben, zu präsentieren. Es gab so viele Projekte, dass nur die besten in die Vorstellungsrunde weitergekommen sind. Die Ideen reichten von einem Schülerrat in der Oberstufe über spätere Busverbindungen am Wochenende bis zu einer Tour-de-Suisse-Etappe durch Wil. Es wurde auch auf andere Probleme wie beispielsweise Mobbing, Umweltschutz und mehr Sitzgelegenheiten im Freien hingewiesen.

Der lauteste Applaus siegte

Den Jugendlichen scheint es ein grosses Anliegen zu sein, dass sie auch im Freien einen Platz finden, bei welchem sie niemanden stören, sondern willkommen sind. Auch wurden Verbesserungsmöglichkeiten des bereits bestehenden Jugendtreffs im Pfarreiheim Bronschhofen vorgetragen. Die Schüler kümmerten sich aber keinesfalls nur um ihre eigenen Anliegen. Auch der Umweltschutz wird mit dem Recyclingpapier, welches vermehrt in der Schule verwendet werden müsse, zum Thema.

Welche der vorgestellten Projekte weiter verfolgt werden, konnten alle Anwesenden mitbestimmen. Es gab ein «Lärm-Voting». Die Projekte, welche den lautesten Applaus ernteten, kamen in die nächste Runde.

Lob für Mitarbeit

«Wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass sie ernst genommen werden», erklärt die Projektleiterin Arjeta Qerreti von der Wiler Jugendarbeit. «Die Jugendlichen haben erstaunlich gut mitgemacht. Auch die Schulleitung unterstützt dieses Projekt, den Jugendlichen wurde beispielsweise ein Vormittag freigehalten, bei welchem sie in Gruppen an verschiedenen Projekten arbeiten konnten, so Qerreti weiter.

«Es braucht Offenheit von allen»

Die Schüler engagierten sich auch in ihrer Freizeit. So auch die 13jährige Susen Treagust. «Das Arbeiten in der Gruppe war für mich sehr spannend, ich würde auf jeden Fall wieder mitmachen, obwohl mein Projekt mit dem Thema <gleiche Ferienzeiten im Kanton St. Gallen und Thurgau> leider nicht weiter verfolgt wird.»

Ein guter Start für den Wettbewerb um den Titel «kinderfreundlichste Gemeinde» sei gelungen, meinte Dario Sulzer, Stadtrat und Departementsvorsteher Soziales, Jugend und Alter. «Wir möchten die Kinder und Jugendlichen mit einbeziehen. Nur wenn wir ihre Wünsche kennen, können wir das eine oder andere Projekt umsetzen. Das birgt aber auch die eine oder andere Schwierigkeit mit sich. Es ist eine grosse Herausforderung für die Stadt und die Kinder, alle müssen offen sein für neue Ideen. Das Resultat der heutigen Präsentation finde ich grossartig. Die Ideen der Jugendlichen sind sehr vielfältig. Ein paar der Projekte werden bereits nach den Frühlingsferien weiter verfolgt», resümierte Stadtrat Dario Sulzer.