Der Sportchef: «So dumm können nur wir Wiler sein»

EISHOCKEY. Es ist noch nicht allzu lange her, als Markus Bachschmid und Christian Herzog Spiele des SC Herisau gemeinsam mitverfolgten und mit ihrem Team mitfieberten.

Urs Nobel
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EISHOCKEY. Es ist noch nicht allzu lange her, als Markus Bachschmid und Christian Herzog Spiele des SC Herisau gemeinsam mitverfolgten und mit ihrem Team mitfieberten.

Am vergangenen Samstag übten sich die beiden aber in Abstand. Bachschmid ist noch immer Präsident des Schlittschuhclubs aus dem Appenzellerland, Christian Herzog jedoch wieder Sportchef des EC Wil. Und die Gefühlslage nach der Partie zwischen dem SC Herisau und dem EC Wil konnte bei den einstigen Weggefährten unterschiedlicher nicht sein. Bachschmid freute sich «wie ein Kind», dass seine Mannschaft das Rad in den letzten Minuten noch drehen konnte. Herzog hingegen haderte und meinte trocken: «So dumm können nur wir Wiler sein.»

Zu früh siegessicher

Dass der EC Wil einen 4:1-Vorsprung neun Minuten vor Schluss nicht über die Runden gebracht hat, hat zwar nichts mit Dummheit zu tun, sondern dürfte vielmehr das Resultat dessen gewesen sein, dass sich die Spieler zu früh ihres Sieges sicher waren.

Dass die Wiler ihre letzten drei Partien allesamt verloren, hat auch nichts damit zu tun, dass sie plötzlich das Eishockeyspielen verlernt haben. Aber, sie müssen sich wieder ihren Stärken besinnen und diese auch ausspielen. Die nächste Gelegenheit dazu besteht morgen Samstag im Heimspiel um 17 Uhr gegen den EHC Kreuzlingen-Konstanz. Gegen einen Gegner, der qualitativ nicht so gut besetzt ist wie der EC Wil, der aber jederzeit fähig ist, seine Möglichkeiten zu nutzen, sofern man ihm diese zugesteht.

Auswärts im Einsatz

Während der Trend bei Wil eher etwas abwärts zeigt, scheint man beim EHC Uzwil den Tritt wieder gefunden zu haben. Dass die Untertoggenburger morgen Samstag um 20 Uhr ausgerechnet beim Tabellenschlusslicht Rapperswil-Jona Lakers antreten müssen, ist aber keineswegs ein Vorteil, der zu Euphorie verleiten sollte. Auch der Kantonsrivale muss ernst- und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden.