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Der Sommer im Feld in Flawil ist zu Ende - und die Organisatoren würden nur etwas anders machen

Der Sommer im Feld der Reformierten Kirchgemeinde Flawil fand am Wochenende zum letzten Mal statt. Daniela Zillig-Klaus vom Projektteam zieht ein positives Fazit.
Tobias Söldi
Vergangenes Wochenende wurde abgeräumt: Daniela Klaus-Zillig am Sommer im Feld. (Bild: Tobias Söldi)

Vergangenes Wochenende wurde abgeräumt: Daniela Klaus-Zillig am Sommer im Feld. (Bild: Tobias Söldi)

Mit welchem Gefühl blicken Sie auf drei Monate Sommer im Feld zurück?

Daniela Zillig-Klaus: Mit grosser Freude, Erleichterung und etwas Wehmut, dass es schon vorbei ist. Es waren besonders tolle Monate, aber es steckte auch viel Aufwand dahinter. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören. Die Temperaturen sinken, der Herbst kommt.

Welches war Ihr Highlight?

Das waren die vielen Begegnungen und Gespräche, die sonst nicht möglich gewesen wären. Wir haben gemerkt, dass sich die Leute hier willkommen fühlen, was uns sehr wichtig war.

Wie viele Besucherinnen und Besucher kamen an den Sommer im Feld?

Wir haben keine Statistik geführt. Es wäre zuviel Aufwand gewesen. Aber wir sind sehr zufrieden, wie der Sommer im Feld besucht wurde.

Wie waren die Rückmeldungen?

Sehr positiv. Viele haben sich von der Gestaltung ästhetisch angesprochen gefühlt und fühlten sich wohl hier. Andere fanden gut, dass die Kirche einen solchen Anlass organisiert hat und sich öffnet.

Podiumsdiskussionen, Konzerte, Lesungen, eine Feldbeiz: Für eine traditionsreiche Institution wie die Kirche ist der Sommer im Feld aber auch ein ungewöhnliches Projekt. Gab es kritische Stimmen?

Nein. Uns sind zumindest keine negativen Feedbacks bekannt. Im Gegenteil: Auch Leute, die sonst das Traditionelle an der Kirche schätzen, fanden gut, dass die Kirche im Alltag präsent ist und ein spannendes Programm bietet.

Sind denn Gottesdienste zu wenig attraktiv?

Überhaupt nicht. Wir haben hier draussen auch Gottesdienste gefeiert und sogar eine Taufe am Brunnen durchgeführt.

Aber der Gottesdienst ist nur eine Form des Kirche-Seins. In der heutigen Zeit braucht es auch andere, neue Zugänge.

Wie «christlich» ist ein solches Projekt?

Das Zentrale ist die Gemeinschaftspflege, wie sie auch Jesus vorgelebt hat. Willkommenskultur, Nächstenliebe und Toleranz sind massgebend und urchristlich Werte.

Vielen Besuchern war dieser Hintergrund aber wahrscheinlich nicht bewusst.

Uns kommt es nicht auf die Einstellung des Gastes drauf an, sondern auf unsere eigene, christliche Haltung. Für uns war wichtig, dass wahrgenommen wird, was wir ausstrahlen wollten: eben diese Willkommenskultur. Es sind aber auch viele Gespräche über die Kirchenentwicklung entstanden.

Das war ein weiteres Ziel des Sommers im Feld: Aufschluss über die Entwicklung der Reformierten Kirche Flawil zu geben. Was haben Sie herausgefunden?

Was man bereits sagen kann: Neue Zugänge zur Kirche sind gefragt. Es gibt verschiedene Formen von Feiern und Kultur.

Ausserdem ist es wichtig, dass die Kirche aus sich herauskommt und eine Anlaufstelle im Alltag bildet.

Sinnvoll ist auch, sich zusammenzutun. Der Sommer im Feld war ja auch Plattform für andere.

Das ganze Projekt war gratis. Wie finanziert es sich?

Hauptträger waren die Kirchgemeinde und die Kantonalkirche. Sponsoren haben uns finanziell oder mit Sachbeiträgen unterstützt. Dazu kommen noch die Verkäufe aus der Festwirtschaft sowie die Einnahmen aus der Kollekte.

Wie gross ist das Budget?

Es bewegt sich im höheren fünfstelligen Bereich.

Auf welche Herausforderungen stiess man während der Umsetzung?

Die Logistik war aufwendig. Das Aufstellen und Abräumen brauchte sehr viel Zeit: Die Tische und Paletten waren zwar die ganze Zeit über an Ort, den Rest haben wir jeden Abend wieder verräumt. Und natürlich war vieles auch deswegen anspruchsvoll und intensiv, weil es das erste Mal war.

Ist etwas zerstört oder geklaut worden?

Nein, wir sind vor Vandalismus verschont geblieben. Dafür sind wir sehr dankbar.

Auch der Zeitaufwand war wohl gross.

Während der Öffnungszeiten waren jeweils bis zu drei Personen anwesend. Dafür braucht es sehr viele Freiwillige.

Freiwillige sind die grosse Stärke der Kirche, ohne sie ginge es nicht.

Ich schätze, dass etwa 100 Leute in irgendeiner Form mitgearbeitet haben.

Was würden Sie das nächste Mal anders machen?

Früher anfangen. Wir haben erst im Januar dieses Jahres entschieden, dass wir den Sommer im Feld durchführen. Entsprechend dicht war der Zeitplan. In der Gesamtanlage des Projektes, der Infrastruktur und beim Programm würde ich aber nur Details ändern.

Wird es nächstes Jahr wieder ein solches Projekt geben?

Die Kirchenvorsteherschaft wird das an einer der nächsten Sitzungen entscheiden.

Aber ich denke, dass die Chancen gut stehen, dass wir den Anlass wieder durchführen.

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