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Der Schutz vor Hochwasser in der Region Wil wird konkret

Die Menschen und Infrastrukturen in der Region Wil sollen besser vor Hochwasser geschützt werden. Die Stadt Wil und die Gemeinden Rickenbach, Wilen und Sirnach gehen das gemeinsam an. Am 20. Juni wird das ausgearbeitete Konzept öffentlich vorgestellt.
Hans Suter
14. Juni 2015, 20.23 Uhr: Die Wassermassen sind abgeflossen, zurück blieben 250 Kubikmeter Schlamm und Geröll. (Bild: Ralph Ribi)

14. Juni 2015, 20.23 Uhr: Die Wassermassen sind abgeflossen, zurück blieben 250 Kubikmeter Schlamm und Geröll. (Bild: Ralph Ribi)

«Es hat so stark geregnet, dass meine Scheibenwischer kaputtgingen. Ich habe fast nichts mehr gesehen», sagte Simon Steiner zu Blick.ch. Der 19-Jährige sass mit einer Freundin im Auto, als am 14. Juni 2015 auf der A1 bei Wil um zirka 17.30 Uhr starker Regen einsetzte. Am Ende war es mehr als die gesamte normale Juni-Menge, die 102 Liter beträgt. Die A1 bei Wil wurde an jenem Sonntagabend überschwemmt und in Richtung Zürich mit Schlamm und Geröll verschüttet. Rund 250 Kubikmeter Geröll, das stellenweise 50 bis 60 Zentimeter hoch stand, mussten von der Fahrbahn geräumt werden. Erst ab dem frühen Montagmorgen rollte der Verkehr wieder.
Doch es blieb nicht bei diesem einen Ereignis. In Bronschhofen wurden Fahrzeuge von den Wassermassen mitgerissen und Häuser überflutet. Zu erheblichen Überflutungen mit grossem Sachschaden kam es auch in Rickenbach. Insgesamt gingen bei den Behörden rund 340 Schadenmeldungen ein. Das Defizit beim Hochwasserschutz in der Region Rickenbach-Wilen-Wil ist seit Jahren bekannt. Die beteiligten Körperschaften haben daher gemeinsam ein umfassendes, abgestuftes Konzept entwickelt, das die Menschen, Infrastrukturanlagen und Wohnbauten in der Region vor Hochwasser schützen soll. Im Zentrum stehen dabei Massnahmen beim Alpbach, Krebsbach, Huebbach und beim Meienmättelibach.

Ausarbeitung des Auflageprojekts gestartet

Während der Evaluationsphase standen mehrere Projekt-Varianten zur Diskussion. «Ein unabhängiges Gutachten zeigt, dass das nun vorliegende Konzept nachhaltig und optimal ist – auch in Bezug auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis», schreibt die Wiler Stadtkanzlei in einer Medienmitteilung. Die vorgesehenen Massnahmen schützten die Bevölkerung und Sachwerte, verbesserten die Wasserqualität und werteten den Lebensraum für Tiere und Pflanzen auf.
Die Standortgemeinden haben beim Thurgauer Baudepartement den Antrag eingereicht, dass das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau die Leitung für die Ausarbeitung des Auflageprojektes übernimmt. Für das Auflageprojekt sind indes noch einige Details zu klären. Die öffentliche Auflage ist für den Sommer 2020 geplant.

Öffentliche Information am 20. Juni in Wilen

Die Stadt Wil, die Gemeinden Rickenbach, Wilen und Sirnach, das Bundesamt für Strassen (ASTRA) sowie die Wasserbaufachstellen der Kantone Thurgau und St. Gallen stellen nun ihr gemeinsam ausgearbeitetes Konzept der Öffentlichkeit vor. Die direkt betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer wurden bereits vorgängig persönlich zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
Das Projektteam präsentiert das Konzept nun öffentlich: Am Mittwoch, 20. Juni, wird im Schulhaus Ägelsee in Wilen die interessierte Bevölkerung der Stadt Wil und der Gemeinden Rickenbach, Wilen und Sirnach um 20 Uhr an einem gemeinsamen öffentlichen Anlass über die vorgesehenen Massnahmen informiert.

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