Der Samichlaus weiss alles

Chlaushöck des Frauen-Jahrgängervereins 1936–1940 Wil und Umgebung Normalerweise gehört der erste Donnerstag im Monat den wanderlustigen und fitten Frauen des Vereins. Da es aber St. Nikolaus war, machten sie einen Kompromiss und legten beides zusammen.

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Chlaushöck des Frauen-Jahrgängervereins 1936–1940 Wil und Umgebung

Normalerweise gehört der erste Donnerstag im Monat den wanderlustigen und fitten Frauen des Vereins. Da es aber St. Nikolaus war, machten sie einen Kompromiss und legten beides zusammen. Eine Gruppe sportlicher Damen machte sich auf, bei starkem Schneegestöber eine Wanderstunde in der Natur zu verbringen. Schnee abklopfen und sich anschliessend vereinen mit den Übrigen, um gemeinsam einige Stunden der Fröhlichkeit zu verbringen. Alle staunten über den von den Damen im Vorstand schön geschmückten Saal in einer Dussnanger Beiz. Mit Kerzen, Mandarinen, Nüssen, selbstgebackenen Guezli und herzig angefertigten Chläusli waren alle Tische dekoriert worden.

Das laute Gelächter und Schwatzen der 71 Anwesenden – man hatte sich ja viel zu erzählen – verstummte schnell, als der schöne, stattliche Mann St. Nikolaus im roten Kleid mit seinem Gehilfen Knecht Ruprecht eintrat. Es herrschte Ruhe im Saal; denn alle wollten wissen, was der liebe Samichlaus alles weiss über den ganzen Verein und seine Tätigkeiten. Da er aber nur Lob fand für alle, hat bestimmt manches Herz weniger fest geschlagen als eine Stunde zuvor. Das Lob ging an alle, die zum Vereinsleben dieses Jahr etwas beigetragen haben. Den Vorstandsfrauen und den Organisatorinnen übergab der Chlaus ein liebevoll verpacktes Präsent als kleines Dankeschön. Es wurden einige Lieder gesungen zum Abschied von Chlaus und Schmutzli, und ein riesiger Applaus begleitete die beiden zur Türe. Er werde bestimmt nächstes Jahr wiederkommen zu einer so gemütlichen Nachmittagsfeier.

Die servierten Gersten- und Gulaschsuppen schmeckten lecker und vorzüglich und passten gut zum kalten Winterwetter. Dem Vorstand und den Organisatorinnen, die keine Mühe scheuten vor der grossen Arbeit, sei herzlich gedankt; denn sie haben einen unvergesslichen Chlausnachmittag organisiert.

Text: Elisabeth Lyner Foto: Martha Fehlmann

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