Der Ruf der Stadt leidet

Kommentar

Philipp Haag
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Die Causa «Wil Tourismus» hinterlässt einen Reputationsschaden. Nicht nur bei der Stadt Wil, sondern auch bei Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und der CVP. Der Vorwurf des Filzes wird überdauern. Die Erklärungen in der Interpellationsantwort zur Anstellung von Ruedi Schär beim Infocenter sind sachlich nachvollziehbar. Keiner kennt Wil so gut wie Schär. Die moralische Ebene hat der Stadtrat aber komplett ausser Acht gelassen. Er lässt dabei politisches Fingerspitzengefühl vermissen. Eine Lösung wäre aber auf der Hand gelegen: Schär mit einem Beratermandat ausstatten. So wären dessen Wissen und Netzwerk nicht verlorengegangen.

Der Vorwurf des fehlenden Dialogs steht nicht zum ersten Mal im Raum. Bereits bei der Reorganisation der Hauswartsdienste funktionierte die Kommunikation nicht. Jüngst beschwerte sich der FC Wil. Dieses Manko muss der Stadtrat beheben. Er steht im Dienst der Einwohnerinnen und Einwohner von Wil. Er muss sich durchringen, sich mit Wil Tourismus an einen Tisch zu setzen. Auf beiden Seiten müssen persönliche Animositäten überwunden werden, damit der traditionsreiche Verein weiter mit der Stadt zusammenarbeitet.

Philipp Haag

philipp.haag@wilerzeitung.ch