Der rote Faden im Leben

Frauenfrühstück mit Referat für Frauen der Region in Bichelsee Was die Anzahl Besucherinnen anbelangte, wurden die Erwartungen des vorbereitenden Teams übertroffen.

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Frauenfrühstück mit Referat für Frauen der Region in Bichelsee

Was die Anzahl Besucherinnen anbelangte, wurden die Erwartungen des vorbereitenden Teams übertroffen. Schnell habe man eine weitere Tischreihe dekoriert und zusätzliche Stühle hingestellt, um den rund 50 Besucherinnen eine Sitzgelegenheit an einem Frühstückstisch zu ermöglichen. Danach galt die volle Aufmerksamkeit der Referentin Daniela Albus. Sie startete mit dem Bild einer nähenden Frau.

Traditionsgemäss werde diese Tätigkeit den Frauen zugeschrieben, erläuterte sie.

Viele Sprachbilder

Daniela Albus zeigte auf, wie viele Sprachbilder sich um dieses Bild drehten. «Wir sind verwirrt, fühlen uns manchmal wie eingeschnürt, sind in eine Sache <hineinverstrickt>, haben in einer Angstsituation einen Knoten im Hals, in einer schweren Krankheit hängt das Leben an einem seidenen Faden», zählte Albus auf. In unserem aktuellen Sprachgebrauch sei ausserdem das Wort «Vernetzung» allgegenwärtig.

In den alten mythischen Zeiten seien es die «Schicksalsgöttinnen» gewesen, die den Menschen den Lebensfaden zuteilten, von Anfang bis zum Ende. Das Schicksal könne wie ein Faden in der Spindel nur abgespult werden.

Tiere als roter Faden

In den Märchen sei der rote Faden in der Gestalt von Feen, Zwergen, Tieren eine gütige Weisheit, die den Helden nach vielen Verwicklungen zum Glück führten.

Der erste wichtige Verbindungs- und Informationsfaden von Mutter und Kind sei die Nabelschnur. Die Psychologie spreche von frühen Prägungen, die den Menschen bestimmen können. Waren sie negativ, sei es hilfreich, sie sich bewusst zu machen, um neue lebensfördernde Fäden für die Gegenwart zu knüpfen, erklärte Albus.

Neues Zeitalter

Ein weiteres Bild zeige Maria mit der Spindel in der Hand und einem Faden. Mit ihr habe ein neues Zeitalter begonnen.

Nicht mehr das blinde Schicksal bestimme den Menschen, sondern die mütterliche Weisheit, die durch das Kind die Welt wieder mit der göttlichen Lebenskraft verbinde. Das Kind symbolisiere auch in den Träumen den Neuanfang. Wir alle tragen es in uns, seien Gottes Ebenbild, Kinder Gottes und deshalb miteinander aufs Innerste verbunden. Die Gotteswirklichkeit bestimme seit Jesus von Nazareth unser Leben und sei das Garn, aus dem wir weben und gestalten könnten. Die anschliessende Umfrage wurde genutzt, um persönliche Gedanken zum Thema zu äussern.

Das nächste Frauenfrühstück findet am 25. November statt. (mz.)