Der Reiz eines Meistertitels

Der Uzwiler Manuel Ruch ist mit seinem Team Uitikon-Waldegg im Final an der Schweizer Meisterschaft knapp gescheitert. Jetzt nimmt er an den Mixed-Meisterschaften einen neuen Anlauf für den Titelgewinn.

Urs Nobel
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Skip Manuel Ruch will es mit einem starken Team bei den Mixed-Meisterschaften noch einmal versuchen. (Bild: uno.)

Skip Manuel Ruch will es mit einem starken Team bei den Mixed-Meisterschaften noch einmal versuchen. (Bild: uno.)

Curling. Am nächsten Wochenende finden die Mixed-Schweizer-Meisterschaften in Küsnacht in Zürich statt. Dem Siegerteam winkt eine Teilnahme an der Europa-Meisterschaft in Moskau. Zwei Uzwiler Mannschaften gehören zu den zwölf qualifizierten Teams. Uzwil 1 mit Skip Manuel Ruch und Uzwil 2 mit Skip Rolf Bruggmann. Dem Team Uzwil 1 gehören weiter an: Irène Schori, Nicolas Longchamps und Marlene Albrecht. Mit Rolf Bruggmann spielen Fabian Bock, Fabienne Kaufmann und Nadine Styger.

Mit guter Besetzung zum Sieg

Uzwil 1 rechnet sich gute Chancen auf den Titel aus und hat keine Probleme damit, wenn es bereits im Vorfeld der Meisterschaft zu den meistgenannten Favoriten gezählt wird. Manuel Ruch meint denn auch: «Mein Team ist derart ausgeglichen, dass der Meistertitel tatsächlich möglich ist.»

Die Mixed-Schweizer-Meisterschaften wurden erstmals 2005 durchgeführt. Damals gewann Uzwil den Titel und durfte an die Europameisterschaft nach Andorra reisen. Dort lief es der Mannschaft aber nicht mehr wie erhofft.

«Jetzt sind wir deutlich besser besetzt», nährt Manuel Ruch die Hoffnungen. «Die Gegnerschaft ist aber auch stärker geworden.» Tatsächlich spielen heute einige zusammengewürfelte Teams mit nationaler und sogar internationaler Erfahrung mit.

Frauen spielen anders

Skip Manuel Ruch schwärmt von seinem Team. Die einzelnen Spielerinnen und Spieler gehörten zu den besten in der Schweiz. Obwohl die Uzwiler nie zusammen trainieren konnten, rühmt Ruch auch den Teamspirit.

«Wir kennen uns alle sehr gut und mögen uns auch.» Besagter Teamspirit kam bereits in der Vorqualifikation zum Tragen. Die Uzwiler wurden damals in einer starken Gruppe Zweite. Damals spielte anstelle der Olympiafahrerin Irène Schori Igna Oechsle mit. Von Irène Schori erhofft sich Manuel Ruch noch eine zusätzliche Steigerung im Team. «Irène Schori spielt wie ein Mann, das wird uns zum Vorteil gereichen.

» In einem Mixed-Spiel ist es normalerweise die grosse Herausforderung für den Skip, sich in die verschiedenen Mentalitäten seiner Mitspielerinnen oder Mitspieler hineinzudenken. Frauen würden nämlich in der Regel anders spielen als die Männer.

Auch wenn Manuel Ruch zusammen mit seinem Team die Mixed-Schweizer-Meisterschaften ernst nehmen, so legt er seinen Fokus bereits wieder auf die nächste Saison mit dem Standard-Team.

Manuel Ruch hat mit Uitikon-Waldegg sogar einen Vier-Jahres-Plan herausgegeben, mit dem definierten Ziel, alles dafür tun, um 2014 in Sotschi an den Olympischen Spielen an den Start gehen zu können.

Er ist sich jedoch bewusst, dass es für ihn und sein Team im nächsten Jahr nicht mehr so leicht sein wird, um den Meistertitel bei den Männern zu kämpfen. «Jetzt hat man uns definitiv wahrgenommen, und wir werden von keinem Team mehr unterschätzt.»

Kapitel beginnt erst

Eine weitere Herausforderung für Manuel Ruch wird zudem sein, ob er vom Spanischen Verband erneut als Trainer der beiden besten Nachwuchsteams des Landes verpflichtet wird. Die Chancen dazu stehen jedenfalls gut.

«Sowohl die Juniorinnen als auch die Junioren spielten ihre beste Nachwuchs-Europa-Meisterschaft. Die Junioren gewannen zwei von sechs Spielen, die Juniorinnen vier von sieben.

Die Ziele wurden somit klar übertroffen, und der Verband zeigte sich ob meiner Arbeit mit den beiden Teams sehr zufrieden.»

Das Kapitel Manuel Ruch im Uzwiler Curlingsport ist somit noch lange nicht beendet. Es macht sogar den Anschein, als würde es gerade erst beginnen.

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