Der Reitklub Wil hat eine neue Präsidentin

Lange Zeit war unklar, wer die vakante Stelle von Charly Gämperle antreten würde. Die neue Präsidentin heisst Barbara Patscheider und kommt aus den eigenen Reihen.

Miguel Lo Bartolo
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Barbara Patscheider ist das neue Gesicht des Reitklubs Wil.

Barbara Patscheider ist das neue Gesicht des Reitklubs Wil.

Bild: PD

Für den Reitklub Wil war lange Zeit ungewiss, wer das Heft in die Hand nehmen würde. Seit der Januar-Versammlung steht Charly Gämperles Nachfolge aber fest: Barbara Patscheider aus Bronschhofen tritt das Präsidium an. Dass jemand aus den eigenen Reihen diese Aufgabe wahrnimmt, ist intern gut aufgenommen worden, wie Patscheider sagt. Sie ist kein unbeschriebenes Blatt im Verein. Seit bereits gut 16 Jahren ist die Bornschhoferin Mitglied des Reitklubs und beteiligt sich seit jeher aktiv an der Organisation diverser Veranstaltungen.

Patscheider war Einzelbewerberin für den Posten. Als Vorstandsmitglied im Reitklub ist viel Engagement gefordert, deshalb sei es jeweils schwierig, eine Nachfolge zu finden. «Es ist wie in jedem Verein», sagt Patscheider.

«Man ist froh um jeden Freiwilligen.»

Ein Faible für den Reitsport, ein ausgedehntes Netzwerk und ein Händchen für Zahlen – diese Qualitäten nimmt Patscheider in den Vorstand des Reitklubs Wil mit. Was sie wohl am markantesten von ihrem Vorgänger Charly Gämperle unterscheidet, ist ihr unmittelbarer Bezug zum Reiten. Der Reitsport und das Vereinsengagement liegen in der Familie. Ihr 22-jähriger Sohn ist bereits seit einigen Jahren ebenfalls im Verein und seit rund einem Jahr im Vorstand tätig. Auch er reitet «fürs Leben gerne», wie die Reitklubpräsidentin sagt. Auf ihrem Hof in Bronschhofen hält die Familie zudem eigene Pferde.

«Ich will nicht alles auf den Kopf stellen»

Sie weiss um den gefragten Aufwand im Vorstand. Gleichzeitig betont sie aber auch, dass es «natürlich kein Fulltime-Job» ist, da die Ressorts gut auf die einzelnen Vorstandsmitglieder aufgeteilt seien. «Ich will bestimmt nicht alles auf den Kopf stellen», sagt Patscheider.

Sie wolle sich vermehrt für das Miteinander innerhalb des Vereins einsetzen. Das zeigte sie, als sie nach ihrem Amtsantritt eine Mitgliederumfrage lancierte. Die Vereinsmitglieder sollen unter ihrer Führung zu Wort kommen, ihre Ideen und Anliegen Gehör finden. «Denn nur mit dem Engagement aller kann der Verein am Leben gehalten werden.» Gleichzeitig sollen auch die jungen Mitglieder aufgebaut werden, damit auch die längerfristige Zukunft des Vereins gesichert ist. Patscheider betont aber:

«Im Vorstand haben wir bereits jetzt einen guten Mix.»

Geht es um die ersten geplanten Vereinsanlässe, den «Tag der Jungend» sowie die «Dressurtage», so hat der Corona-Virus dem Reitklub einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die vom Bundesrat getroffenen Massnahmen treffen nicht zuletzt auch die Vereine. Nun bleibe zu hoffen, dass wenigstens das traditionelle «Sommerspringen» Ende Juni 2020 stattfinden kann.

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