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Der Natur etwas zurückgeben

Rund um das Ökodorf Degersheim fand am Samstag eine Ausstellung zum Thema Permakultur statt. Permakultur ist permanente Landwirtschaft – und gute Planung.
Michael Hug
Mieke Duveen (Mitte) zeigt den Besucherinnen und Besuchern den üppigen Garten des Ökodorfs. (Bild: mhu)

Mieke Duveen (Mitte) zeigt den Besucherinnen und Besuchern den üppigen Garten des Ökodorfs. (Bild: mhu)

DEGERSHEIM. «Permakultur ist eine Planungsmethode», sagte Permakulturplaner Pascal Hänggi, einer der Referenten am Schweizerischen Permakulturtag, «den Rest macht die Natur selbst.» Das Thema Permakultur lässt sich nicht einfach in der Theorie vermitteln, sondern braucht Anschauung am Objekt. Deshalb war der Ort für den vom Verein Permakultur Schweiz organisierten Thementag im Ökodorf gut gewählt. Die 30 Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung betreiben seit der Eröffnung vor dreieinhalb Jahren Permakultur. Der raumgreifende und üppig wachsende Garten rund um das ehemalige Kurhaus Sennrüti bot bestes Anschauungsmaterial.

Keine Bedienungsanleitung

Referent Hänggi: «Permakultur bedeutet permanente Landwirtschaft. Permanent heisst nachhaltig und andauernd.» Permakultur sei aber auch eine Art Weltanschauung, denn sie ziehe ein Gesamtbild mit ein, statt sich nur auf das Produkt zu konzentrieren. «Im Fokus steht die Qualität, nicht das Produkt.» Die Idee der Permakultur sei in den Siebzigerjahren in Neuseeland entstanden. Die Begründer hätten der konventionellen Landwirtschaft wenig Chancen eingeräumt, sagte Hänggi.

Konventionelle Landwirtschaft nehme wenig Rücksicht auf die Natur, wasche Böden aus und basiere ganz allgemein auf der Idee der Ernte. «Permakultur aber nimmt der Natur nichts, sie gibt zurück.» Permakultur lasse sich problemlos auch im Hausgarten anwenden, doch: «Permakultur ist sehr individuell, es gibt keine allgemeingültige Bedienungsanleitung.» Alles hänge davon ab, welche Voraussetzungen gegeben sind, also Lage, Boden, Klima und welche Art von Lebensqualität man will.

Führung durch den Garten

Permakultur ist also ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaften, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen zielt, schloss Pascal Hänggi. Was dies bedeutet, demonstrierte Mieke Duveen vom Ökodorf bei einer Führung durch den Garten. Duveen zeigte Hügelbeete, Frucht- und Obstkulturen, die von der Gartengruppe des Dorfs angelegt und unterhalten werden. Wild und konzeptlos wuchern hier Beeren neben Gemüsen, wächst Nützliches neben Unnützem. Doch das scheinbar Konzeptlose sei das Konzept der Natur: Pflanzen unterstützen sich gegenseitig und leben in einem dynamischen Gleichgewicht. Dieses Prinzip sollte der Mensch nutzen, indem er die Wechselwirkungen untersucht und mit den Erkenntnissen seinen eigenen Hausgarten plant.

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