Der Name Stadtsaal hat sich bewährt

Für den Stadtsaal-Komplex beim Bahnhof wird ein Marketingkonzept erstellt. Darin enthalten ist die Umbenennung von «Stadtsaal» in «Wil-Atrium». Stadtpräsidentin Susanne Hartmann äussert Zweifel am vorgeschlagenen Namen. Sie tendiert zum Belassen der Bezeichnung Stadtsaal.

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Susanne Hartmann Stadtpräsidentin Wil (Bild: pd)

Susanne Hartmann Stadtpräsidentin Wil (Bild: pd)

Für den Stadtsaal-Komplex beim Bahnhof wird ein Marketingkonzept erstellt. Darin enthalten ist die Umbenennung von «Stadtsaal» in «Wil-Atrium». Stadtpräsidentin Susanne Hartmann äussert Zweifel am vorgeschlagenen Namen. Sie tendiert zum Belassen der Bezeichnung Stadtsaal.

Frau Hartmann, der Stadtsaal beim Bahnhof soll in Wil-Atrium umbenannt werden. Was halten Sie von diesem Namen?

Gemäss Duden entspricht ein Atrium im engeren Sinne einem offenen Hauptraum oder Innenhof zumeist einstöckiger Häuser, hergeleitet vom entsprechenden lateinischen Begriff. Rein von diesem architektonischen Aspekt her hat diese Bezeichnung wenig mit dem Wiler Stadtsaal, wie er da am Bahnhofplatz steht, zu tun. Von der Funktion her dienten solche Atrien im alten Rom indes als Aufenthaltsraum und als Treffpunkt für die Familie. Diese funktionale Komponente lässt sich in unserem Stadtsaal schon eher wiederfinden – er dient als Treffpunkt, als Veranstaltungsort für Vereine, für Firmen, für Gesellschaften, sprich für die ganze «Familie» der Wiler Stadtbevölkerung.

Bevorzugen Sie das Beibehalten der Bezeichnung Stadtsaal?

Der Name Stadtsaal hat sich bewährt, er bringt auch kurz und prägnant auf den Punkt, was das Gebäude mit seiner durchdachten Infrastruktur, seiner Gestaltung und seiner hochwertigen Ausstattung bietet. Zudem hat sich der Begriff in Wil und in der Region seit dem Bau und der Eröffnung des Gebäudes eingebürgert – er wird wohl im Alltag der Wilerinnen und Wiler weiterhin «der Stadtsaal» bleiben. Eine Marke wie Wil-Atrium könnte allenfalls dazu beitragen, den Saal auch in einem weiteren Einzugsgebiet bekannt zu machen respektive werbe- und marketingtechnisch zu positionieren und zu präsentieren.

Das städtische Hochbauamt hat das neue Marketingkonzept, für welches das Parlament einen Kredit von 100 000 Franken gesprochen hat, in Auftrag gegeben. Wer entscheidet abschliessend über das neue Marketingkonzept inklusive Namen?

Der Stadtrat wird sich hierbei einbringen und auch mitentscheiden. (ph)