«Der Name der Rose»

Das Theater des Ostens Berlin gastiert mit dem Theaterstück «Der Name der Rose» nach dem Roman von Umberto Eco im Rahmen des Kulturanlasses «Gas gibt Kultur, Kultur gibt Gas» am 22. Januar um 20 Uhr im Gemeindesaal.

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uzwil. Nach über fünf Jahren erfolgreicher Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gastiert das Theater des Ostens zum letzten Mal mit dem spannenden Klosterkrimi «Der Name der Rose» in Uzwil. Es gelang der Theaterleiterin Susanna Wipf Fischer, das Ensemble, welches eigentlich bereits Mitte Januar die Tournee beenden wollte, zu dieser Dernière in Uzwil zu überreden.

Kluge Geschichte mit Drive

«Der Name der Rose» ist eine gute, kluge Geschichte mit grossem dramatischem Drive. Umberto Eco, Professor für Semiotik und Schriftsteller, hat damit einen wunderbaren und faszinierenden Roman geschaffen, der anregt, über das Dasein nachzudenken. Die Geschichte spielt in einer fernen Welt frommer und hochgelehrter Mönche, die ihren Tag nach liturgischen Stunden einteilen und mit allen Mitteln um den einzig wahren Glauben kämpfen. Das ist aber nur Fassade: Im Hintergrund wird gemordet, geliebt, psychologisch gefoltert. Der englische Franziskanermönch William von Baskerville kommt mit seinem Schüler in geheimer Mission in dieses norditalienische Kloster. Ein Klosterkrimi mit intelligenten Debatten über Wahrheit und Lüge, Toleranz und Dogmatismus rollt in Shakespearischer Manier ab. Die Auflösung der Serienmorde führt William von Baskerville in die labyrinthische Klosterbibliothek.

Renommierte Besetzung

Umberto Eco macht die Abtei zu einem Modell der heutigen Welt. Was dort im Jahre 1327 mit verdrehten Wissenschaften, unbekannten Giften, Geheimsprachen, Ketzern, weisen Franziskanern, in geheimnisvollen Labyrinthen mit eifersüchtig gehüteten Schätzen geschah, liegt nicht so fern, wie die exotische Atmosphäre vermuten lässt. Eine reizvolle Aufgabe für die berühmte Dame des deutschen Theaters und Regisseurin des Theater des Ostens, Vera Oelschlegel, und eine reizvolle Aufgabe, die den Schauspielern Intelligenz, Wissen und professionelles Können abfordert. «Der Name der Rose» ist nicht nur einer der grössten literarischen Erfolge der vergangenen Jahrzehnte, es ist ein historischer Abriss, eine raffinierte Kriminalgeschichte und unterhaltsames Gelächter über die Schlechtigkeit der Welt.

Zu sehen sind renommierte Schauspieler der deutschen Bühnen- und Fernsehwelt wie Dieter Wien, Sebastian Fischer, Frank Hildebrandt, Christian A. Hoelzke und Oliver Trautwein. Für das aufwendige Bühnenbild zeichnet der Theatermaler Reinhart Zimmermann.

Letzte Plätze sichern

Erleben Sie einen spannenden, hoch dramatischen aber auch humoristischen Krimi-Theaterabend in Uzwil. Die letzten Plätze können für zehn Franken bei den Technischen Betrieben Uzwil gesichert werden.