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Zweithöchste Fraueneishockeyliga: Wil strebt erneut die Playoff-Qualifikation an

Aller guten Dinge sind drei: Nach dem Aufstieg und einer Playoff-Teilnahme möchte sich das Frauenteam des EC Wil in dieser Saison konsolidieren. Der Blick ist dabei nach vorne gerichtet. Einen ersten Schritt kann die Equipe morgen Samstag gegen Freiburg machen.
Daniel Monnin
Die 26-jährige Finnin Leine Nummi jubelt über einen Treffer. Morgen Samstag nimmt sie ihre zweite Saison mit Wil in Angriff. (Bild: PD)

Die 26-jährige Finnin Leine Nummi jubelt über einen Treffer. Morgen Samstag nimmt sie ihre zweite Saison mit Wil in Angriff. (Bild: PD)

Die Geschichte mutet – so abgedroschen es auch tönen mag – wie ein sportliches Märchen aus der Neuzeit an: Aufstieg im Gründungsjahr, Playoff-Teilnahme in der zweithöchsten Frauenliga im zweiten Jahr und jetzt, im dritten Jahr? Marcel «Cello» Herzog, Gründervater und Trainer des Frauenteams des EC Wil, gibt sich realistisch, spricht von einer weiteren Playoff-Qualifikation, ohne allerdings genauer auf den angestrebten Meisterschaftsrang einzugehen.

Im Cup dagegen fällt seine Zielsetzung forsch aus: Drei Siege will er sehen – das würde nichts anderes bedeuten als die Teilnahme an den Final Four, dem Finalturnier, das den Frauen-Cup abschliesst.

Im Viertelfinal am späteren Meister gescheitert

Mit 19 Siegen aus 21 Spielen erreichte das Wiler Frauenteam in der Saison 2016/2017 den Aufstieg. Wesentlichen Anteil daran hatte die 32-jährige tschechische Internationale Simona Studentova. Sie legte ein Zwischenjahr in Wil ein und spielt seit der vergangenen Saison wieder erfolgreich in der höchsten Liga.

Mit gebührendem Respekt nahmen die Wilerinnen als Aussenseiter ihre erste NLB-Saison in Angriff. Man wolle vor allem lernen und sich an den höheren Rhythmus anpassen, lautete das Ziel. Mit acht Siegen aus 18 Spielen qualifizierte sich das Team ohne grössere Probleme für das Playoff, in dem es in den Viertelfinals aber deutlich am späteren Meister Langenthal scheiterte.

Routinierte und die talentierte Italienerin

Nun also soll der Schritt nach vorne folgen. Herzog ist mit seiner Transferbilanz zufrieden, auch wenn er gerne noch eine weitere Schweizer Stürmerin in seinem Kader gewusst hätte und die vierte Ausländerlizenz noch offen lässt.

Er hat sein Team trotz Abgängen verstärken können. Zudem hat er jugendlichen Übermut – die erst 16-jährige Italienerin Anna Caumo gilt als ungeschliffener Diamant – mit langjähriger Erfahrung gemischt. Die drei ehemaligen Weinfelderinnen Nadja Dierauer, Laura Trachsel und Henriikka Jaatinen bringen die Erfahrung von über 180 A-Spielen in das nach wie vor junge Team.

Trachsel brillierte gegen Ende der vergangenen Saison

Trachsel hat die Wiler Offensive bereits gegen Ende der vergangenen Meisterschaft mit 14 Punkten aus sechs Spielen befeuert. Die ehemalige Internationale mit 17 Länderspielen will in Wil nach privaten und gesundheitlichen Problemen vor allem wieder «Freude am Eishockey gewinnen, die mich für höhere Ziele motivieren kann».

Trachsel sieht ihr Team «in etwa gleich stark wie vergangene Saison». Als Topfavoriten auf den Meistertitel nennt sie die «üblichen Verdächtigen»: Meister Langenthal, das ZSC-Lions-Farmteam GCK Lions, Brandis und Bassersdorf.

Nummi fühlt sich in ihrer neuen Rolle wohl

Die 26-jährige Finnin Leine Nummi, die ihre zweite Saison in Wil in Angriff nimmt und mittlerweile als Verteidigerin spielt, glaubt ebenfalls an einen vorderen Tabellenplatz. Sie habe ein gutes Gefühl und sagt: «Ich spüre, dass wir enger zusammengerückt sind. Das stimmt mich sehr zuversichtlich.» In der neuen Verteidiger-Rolle fühle sie sich sehr wohl:

«Ich habe bereits mehrmals auf dieser Position gespielt, sodass die Anpassungszeit kurz ausfällt.»

Die Mischung im Team stimmt, der Blick ist nach vorne gerichtet. Ein Platz unter den besten fünf Teams ist realistisch, sofern das Team seine Stärken ausspielt, nicht abhebt und auf dem Boden der Realität bleibt. Der erfahrene Trainer Marcel Herzog wird mit Sicherheit die richtigen Worte finden, sollten seine Schützlinge den taktisch vorgegebenen Weg verlassen wollen.

Erstes Saisonspiel am Samstag

Die NLB-Meisterschaft beginnt für das Wiler Frauenteam morgen Samstagabend um 20.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Freiburg im Sportpark Bergholz.

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