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«Der Mensch sagt viel, auch wenn er nichts sagt»

Der Business & Professional Women Club Wil feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen. Grund genug, Mitglieder samt Partner mit einem Galaabend zu verwöhnen. Als Gastreferentin trat die Physiognomie-Expertin und Bestsellerautorin Tatjana Strobel auf.
Christoph Heer
BPW-Präsidentin Bettina Zimmermann (links) und Referentin Tatjana Strobel boten beste Unterhaltung am Jubiläumsfest des BPW und genossen es auch selber, wie der Schnappschuss beweist. (Bild: Christoph Heer)

BPW-Präsidentin Bettina Zimmermann (links) und Referentin Tatjana Strobel boten beste Unterhaltung am Jubiläumsfest des BPW und genossen es auch selber, wie der Schnappschuss beweist. (Bild: Christoph Heer)

Festlich eingerichtet erstrahlte die Tonhalle am Freitagabend, als sich die Mitglieder des Business & Professional Women Clubs Wil (BPW), ebenso festlich gekleidet, zur Begrüssungsrede von Präsidentin Bettina Zimmermann auf ihren Sitzplätzen eingefunden haben. Es fehlte von Beginn weg an nichts. Beim Apéro wurden erste Kontakte geknüpft und bestehende Freundschaften gepflegt, beim Nachtessen dann die Meisterleistungen aus der Küche genossen: Räucherlachs auf Salatbouquet, Kalbsgeschnetzeltes mit Trockenreis und für die Vegetarier ein Gemüse-Potpourri, das keine Wünsche offen liess.

Die Ehrlichkeit unserer Füsse

So vorzüglich das auch gemundet hat, das mit Spannung erwartete Referat von Tatjana Strobel hatten sich wohl die Meisten der rund 100 Gäste schon im Vornherein Rot angestrichen. Man kennt sie aus Funk und Fernsehen, oder man hat eines ihrer sieben Bücher gelesen und weiss, dass sich Tatjana Strobel äusserst gut in Sachen Physiognomie, also Gesichter Lesen, oder dem breiten Fachjargon der Menschenkenntnis auskennt. Der Mensch sei ein Mysterium, sagte die in Zürich und Mallorca lebende Strobel einleitend. Das gut einstündige Referat vermochte die Zuhörer von Beginn weg in seinen Bann zu ziehen. Auch dank zahlreicher Beispiele aus dem Alltag gelang es Tatjana Strobel, das Interesse für sich zu gewinnen. Ihr unverkennbarer Humor half ihr dabei ebenso wie die Portion Natürlichkeit, die sie verpackt in den spannenden Themenfeldern an ihr Publikum richtete. «Der Mensch sagt so viel, auch wenn er gar nichts sagt. Man muss sich sein Gegenüber nur mal genau betrachten. Seine Mimik, seine Gesten, seine Körperhaltung oder seinen Blick, aus all dem kann man schon enorm viel herauslesen.» Man beachte zum Beispiel in einem Restaurant die Füsse der Gäste, «im Notfall auch damit, indem man das Besteck extra fallen lässt», sagte Strobel augenzwinkernd und fuhr fort mit der Erklärung, dass die Füsse von Geburt an vernachlässigt würden. «Und genau darum sind sie stets ehrlich, weil am wenigsten kontrollierbar. Zu Kindern heisst es doch wiederkehrend, sie sollen die Finger ruhig halten, die Grimassen sein lassen oder die Hände auf dem Tisch lassen.» Die Füsse hingegen würden oft vernachlässigt in der Erziehung. «Das ist im späteren Leben unverkennbar.» Weiterführend sagte Strobel, dass nervöse Hände ein Zeichen von Unwohlsein seien und Autofahrer mit aufgesetzten Sonnenbrillen eher von Radarkästen geblitzt würden. «Wer eine Sonnenbrille trägt, fühlt sich sicherer und unbeobachteter.»

Augenbraue hoch - Brust raus

Tatjana Strobel hatte viele weitere Inputs mit dabei. Was man aus dem ersten Eindruck, der Physiognomie und dem Gesagten ableiten könne, lasse jeden dabei erwischen, wie er sich gerade fühle. «Nehmen wir das Flirten. Das ist so einfach zu deuten, der Mann zieht seine Augenbrauen nach oben und die Frau rückt ihre Brust mit dem Geradehalten des Rückens nach vorne. So einfache Dinge passieren einfach, oft, ohne es zu wollen.»

Mehr als 60 Mitglieder

Business and Professional Women (BPW) bilden eines der grössten und ältesten Berufsnetzwerke für Frauen – schweiz- und weltweit. Der Verband vertritt die Interessen von berufstätigen Frauen auf vielfältige Weise und agiert dabei über die verschiedenen Branchen, Parteien und Religionen hinweg. Heuer feiert der BPW Club Wil sein 35-jähriges Bestehen. Dem 1983 gegründeten Club gehören über 60 Mitglieder an. Die Mitglieder treffen sich einmal monatlich zu einem Referat mit anschliessendem Nachtessen. Sie pflegen das Networking, Freundschaften und Kultur und fördern Weiterbildung in verschiedenen Fachgebieten, Wirtschaft, Politik und persönlichen Lebensbereichen.

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