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Der letzte Zug am Bahnhof: Weitgehendes Rauchverbot nun auch in Wil

Seit gestern ist das Rauchverbot auch in Wil Tatsache. In gewissen Bereichen darf aber weiterhin gequalmt werden.
Gianni Amstutz
Bis hier hin und nicht weiter: Auf dem Perron zum Gleis 1 darf ab sofort nicht mehr geraucht werden.Bild: Gianni Amstutz

Bis hier hin und nicht weiter: Auf dem Perron zum Gleis 1 darf ab sofort nicht mehr geraucht werden.Bild: Gianni Amstutz

Mit einer Pünktlichkeit, wie sie sich die Kunden wohl auch sonst von den SBB wünschen würden, ist es am Bahnhof Wil angekommen: Das Rauchverbot, das ab sofort für grosse Teile des Bahnhofs gilt. Bereits am Montag wurden die Markierungen angebracht, die eigentlich erst für gestern Dienstag angekündigt waren. Wer von Norden her zum Perron gelangt, den empfängt unweigerlich einer der neu aufgestellten Aschenbecher mit der Aufschrift: «Ab hier Nichtraucherbereich. Danke.»

Die Botschaft ist klar. Auf dem Perron zum Gleis 1 darf in Wil nicht mehr geraucht werden. Was hier gilt, ist auf den anderen Perrons etwas anders geregelt. Anstatt das Rauchen ab einem bestimmten Ort zu verbieten, erlauben die SBB dort Paffen nur innerhalb gewisser Zonen. Zwei pro Perron sind es, die ebenfalls mit einem Aschenbecher ausgeschildert sind, jedoch ohne Markierungen auf dem Boden, wie man sie beispielsweise aus Deutschland kennt. Das Prinzip ist jedoch dasselbe. In einem Umkreis von zirka zwei Metern um den Aschenbecher darf auch weiterhin geraucht werden.

Ob es sich dabei um Zigaretten, E-Zigaretten oder andere Rauchwaren handelt, spielt keine Rolle: Das Verbot schliesst alle Arten des Qualmens ein. Ausserdem gilt es nicht nur für die Perrons, sondern auch in der Unterführung. Keine Ausnahme bildet die Einkaufspassage, die auf Höhe des Lifts beginnt. Sie gehört der Wiler Parkhaus AG (Wipa). «Bei uns galt schon bisher ein Rauchverbot. Häufig wurde es jedoch nicht eingehalten»,sagt Wipa-Geschäftsführer Thomas Wipf. Nun hoffe er mit der Umstellung der SBB auf eine Verbesserung der Situation.

Rauchverbot ist eine Kompromisslösung

Mit der Einführung von weitgehenden Rauchverboten an allen Bahnhöfen der Schweiz wollen die SBB vor allem zur besseren Sauberkeit an den Bahnhöfen beitragen. Nicht nur die Luftqualität leidet unter den paffenden Pendlern. Weggeworfene Zigarettenstummel verursachen jährlich Reinigungskosten von mehreren Millionen Franken pro Jahr.

Trotzdem suchten die SBB gemeinsam mit dem Verband öffentlicher Verkehr eine für alle Seiten gangbare Lösung – und verzichtete auf ein komplettes Rauchverbot. Und selbst wenn weiterhin geraucht wird, drohen den Sündern keine Bussen. Dafür fehlt den SBB nämlich die rechtliche Handhabe. Wiederholungstäter können allerdings vom Bahnhofareal verwiesen werden.

Als weiteres Zugeständnis an die Raucher – zumindest im Fall von Wil – lässt sich die Platzierung der Raucherzonen auf den Perrons betrachten. Anstatt diese an den unüberdachten Enden der Perrons zu installieren, stehen sie in Wil relativ zentral. Die SBB lassen die Raucher also nicht im Regen stehen. Auch der Verzicht auf Bodenmarkierungen sei «ein Zeichen von Respekt, Toleranz und Miteinander», wie die SBB in einer Medienmitteilung schreiben.

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