Der lange Weg einer Strasse

Der Neubau der Ifang- und der Eichbüelstrasse war rund eine Viertelmillion Franken günstiger. Die Bauabrechnung ist eines der letzten Kapitel in einem Unterfangen, das Volk, Behörden und auch Beschwerdeinstanzen Jahre beschäftigte.

Sebastian Keller
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Wie ein flaches S schlängelt sich die Basiserschliessung Ifang-Eichbüel an das westliche Bazenheid. Dieses Strasse erschliesst Bauland im Gebiet Eichbüel. (Bild: seb.)

Wie ein flaches S schlängelt sich die Basiserschliessung Ifang-Eichbüel an das westliche Bazenheid. Dieses Strasse erschliesst Bauland im Gebiet Eichbüel. (Bild: seb.)

BAZENHEID. «Sieben Bundesordner», sagt Christoph Häne, «oder noch mehr.» Der Gemeindepräsident zählt, wie viel Akten sich zum Projekt Basiserschliessung Ifang-Eichbüel angesammelt haben. Ein Dokument kam jüngst dazu: die Bauabrechnung. Auf dieser ist ersichtlich, dass die Kosten um 260 000 Franken unter dem Voranschlag von 2,396 Mio. Franken liegen. «Vor allem die Strassenbauarbeiten konnten günstiger vergeben werden», begründet er.

«Mit Resultat zufrieden»

Die 712 Meter Verkehrsweg erschliessen überbautes und noch unüberbautes Gebiet – eines der grössten Entwicklungsgebiete in der Gemeinde Kirchberg. Die Politische Gemeinde Kirchberg sowie Private besitzen Bauland im Baugebiet Eichbüel. Die Nachfrage danach ist hoch. Die Strasse liegt wie ein flaches S in der Landschaft, derzeit ist das sichtbar wie Konfetti im Schnee. Seit April 2012 fahren Autos darauf. Ein Jahr zuvor, an einem sonnigen Frühlingstag, stiessen die Verantwortlichen mit Weisswein auf den Spatenstich an. Es hätte auch Rotwein sein dürfen – das Projekt war kein junges mehr. Es hatte zahlreiche Hürden genommen (siehe Kasten). Häne sagt rückblickend: «Mit dem Resultat bin ich zufrieden, die Strasse bettet sich gut in die Landschaft ein.» Die Zentrumsentlastung Bazenheid funktioniere – und sollte auch funktionieren, wenn Teile des Gebietes in den nächsten Jahren überbaut werden. Der Verkehr muss nicht über viele Strassen durch das Dorfzentrum geführt werden, sondern wird direkt auf das übergeordnete Verkehrssystem geleitet. Damit ist etwa die Umfahrungsstrasse Bazenheid gemeint. «Auch darauf haben wir das Projekt abgestimmt», sagt Christoph Häne.

Bachöffnungen und mehr

Die Strasse war aber nur ein Teil des Projektes: Bäume wurden gepflanzt, ein Trottoir gebaut sowie Strom- und Wasserleitungen gelegt. Auch Bäche wurden geöffnet. Der Grund dafür: Verschiedene Eindolungen waren in schlechtem Zustand und hätten einem Hochwasser nicht standgehalten. Auch des Hochwasserschutzes wegen wurden zwei Retentionsanlagen erstellt. Diese Rückhalteflächen stauen Wasser zurück. In einer Fläche wurde ein Weiher angelegt, wo bereits Fische und Frösche gesehen wurden.