Der KTV Wil verliert das Spiel und die Leaderposition

In der 2. Liga unterliegt der KTV Wil auswärts der zweiten Mannschaft von Fortitudo Gossau mit 29:35. Die Tabellenführung muss er abgeben.

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HANDBALL. Sowohl den Tabellenersten als auch den Tabellenzweiten der vergangenen Saison konnte der KTV Wil zuletzt bezwingen. Beim Auswärtsspiel in Gossau zeigte sich jedoch bald ein anderes Bild. Fortitudo spielte schnell, flink und trickreich und stellte die Wiler Abwehr vor grosse Probleme. Zwar hielten die Wiler in einer torreichen Startphase – nach zehn Minuten stand es bereits 7:6 – noch mit, doch schon bald musste man dem Gegner einige Treffer Vorsprung zugestehen.

Wirkungslose Ansprache

Vor dem Tor fehlte oft das Quentchen Glück und alleine Leppla scheiterte mehrere Male an der Torumrandung. Mit dem Pausenstand von 20:14 für Gossau konnte Wils Trainer Sebastian Raschle nicht zufrieden sein. Der Anhang der Gäste hoffte auf die Wirkung einer impulsiven Pausenansprache.

Nach dem Seitenwechsel konnte das Heimteam das Skore aber mühelos erhöhen. Die Tatsache, dass Torhüter Carbonara trotz 35 Gegentoren zu den besten Wiler Spielern gehörte und sich auch mehrere Male auszeichnen konnte, zeigt auf, wo das Problem des KTV Wil lag. Lediglich während zehn Minuten vermochten die Äbtestädter dem Gegner in der Abwehr ansprechend Gegenwehr zu leisten. Das Aufbäumen in der Schlussphase kam zu spät.

«Haben es zu einfach gemacht»

Die Enttäuschung bei Spielertrainer Sebastian Raschle, der sich selber nur für einen Penalty einwechselte, war gross. «Der Gegner hat zwar gut gespielt, aber wir haben es ihm in der Abwehr auch viel zu einfach gemacht», resümierte er nach dem Spiel. (rru.)

KTV Wil: Carbonara/S. Raschle; Brenner (2), Flammer (4), Haag (6), Hartmann (2), Hug (1), Leppla (2), Nüssli (5), Sefic, A. Raschle (1), Rudari (2), Steiner (4).