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Der Hof bekommt den letzten Schliff: Das Vorprojekt zur dritten Bauetappe steht

Die Sanierung des Hofs zu Wil steht vor der dritten und letzten Bauetappe. Gestern präsentierte der zuständige Architekt, Thomas K. Keller, das Vorprojekt. Die Sanierung wird zirka 24 Millionen Franken kosten. Baubeginn ist frühestens im Herbst 2021.
Gianni Amstutz
Der Hof zu Wil mit dem Haus Toggenburg (rechts) prägt das Bild der Stadt. (Bilder: Gianni Amstutz)

Der Hof zu Wil mit dem Haus Toggenburg (rechts) prägt das Bild der Stadt. (Bilder: Gianni Amstutz)

Offener, niederschwellig erlebbar und somit einer breiten Bevölkerung zugänglich: So lauten die Ziele der Sanierung des Hofs zu Wil. In zwei Etappen, die erste mit dem Schwerpunkt Gastronomie, die zweite mit dem Schwerpunkt Stadtbibliothek und Wehrturm, wurde bereits auf dieses Ziel hingearbeitet. Nun sollen mit der dritten und letzten Bauetappe die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden. Susanne Hartmann, Stiftungsratspräsidentin des Hofs zu Wil und Stadtpräsidentin, sowie Thomas Keller, zuständiger Architekt, stellten gestern das Vorprojekt dazu vor.

Der zuständige Architekt, Thomas K. Keller, erklärt die Pläne zur dritten Sanierungsetappe des Hofs.

Der zuständige Architekt, Thomas K. Keller, erklärt die Pläne zur dritten Sanierungsetappe des Hofs.

Der Fokus der letzten Bauphase liege auf dem zweiten und dritten Obergeschoss sowie dem Dachgeschoss, sagte Thomas Keller. Während das Konzept für das zweite Obergeschoss eine gewerbliche Nutzung vorsieht, sollen in den darüberliegenden Etagen Museumsräume entstehen, welche die Geschichte des Gebäudes und der Stadt Wil thematisieren. Zusätzlich wird auch das Haus «Roter Gatter» einer Gesamtrenovation unterzogen. In diesem sollen zwei Wohnungen entstehen. Für die Räume im Erdgeschoss steht eine partiell touristische Nutzung zur Debatte. Allerdings befinde man sich hier noch in einem sehr frühen Stadium der Diskussionen, sagte Stiftungsratspräsidentin Susanne Hartmann.

Die Bedeutung des Hauses Toggenburg

Rund ein halbes Jahr dauerte die Erarbeitung des Vorprojekts. Vieles sei dabei Analysearbeit gewesen, sagte Thomas Keller. So habe man die historische Entwicklung des Hofs aufbereitet. Das sei für das Architektenteam wichtig gewesen, um den Hof kennenzulernen und an den richtigen Stellen Änderungen zu planen. Fragen wie «Was ist wie alt und infolgedessen wie wertvoll und erhaltenswert?» und «Wo sind bauliche Anpassungen möglich beziehungsweise sinnvoll?» standen dabei im Vordergrund.

Als Ergebnis dieses Prozesses habe sich die Bedeutung des Hauses Toggenburg für die Einheit des Hofs herauskristallisiert. «Diese Gedanken in Zusammenhang mit dem bereits bestehenden Nutzungskonzept fanden schliesslich Eingang im Vorprojekt», erklärte Thomas Keller. Das Haus Toggenburg spielt dabei denn auch eine zentrale Rolle in der künftigen Erschliessung des Hofs. So soll darin ein neues Treppenhaus entstehen. Dieses diene einerseits als zweiter Fluchtweg, der durch die höheren Maximalbelegungszahlen im Rahmen des neuen Nutzungskonzeptes nötig werde, sagte Thomas Keller. Anderseits könne damit der Hof als Ort der Zusammenkunft bei unterschiedlichen Anlässen gastronomisch besser bedient werden. Durch das Treppenhaus soll eine direkte Verbindung vom Haus Toggenburg in den Hof ermöglicht werden. «Damit betonen wir die Einheit der beiden Gebäudeteile, die auch aus historischer Sicht bereits eine Rolle spielten.» Damals bildete der sogenannte Äbteaufgang im Haus Toggenburg den offiziellen Eingang des Fürstabtes. Ein Lift im gleichen Gebäude soll die Gastronomie weiter stärken und bei Caterings für Seminare, Apéros und Banketten logistische Probleme lösen. Der Hof solle als offenes Haus wahrgenommen werden, sagte Thomas Keller. Dazu wird auf dem Hofplatz eine Treppe zur Terrasse gebaut, um den Hof stärker an den Stadtraum anzubinden. Weiter soll der Durchgang vom Hofgarten zur Terrasse an der Hofhalde geöffnet werden. «Diese Massnahmen führen zu einer öffentlichen Durchwegung des Hofs.»

Der provisorische Zeitplan steht

Bis das Projekt verwirklicht wird, muss es noch einige Hürden nehmen. Im Budget 2019 wird der Kredit für die Ausarbeitung des Detailprojekts enthalten sein, jedoch muss dieser mit separatem Bericht und Antrag im ersten Quartal 2019 durch das Stadtparlament verabschiedet werden. Die Kosten für die Stadt belaufen sich dabei auf 700000 Franken.

Die Gesamtkosten von rund 24 Millionen Franken werden zwischen der Stiftung, der Stadt Wil und dem Kanton aufgeteilt. Stiftung und Stadt übernehmen je 9,3 Millionen, vom Kanton werden 5,4 Millionen Franken zur Umsetzung des Projekts beantragt. Sowohl die erste Lesung im Kantonsrat als auch die Behandlung des Geschäfts im Stadtparlament sind für September 2020 vorgesehen. Auch der Termin für die Volksabstimmung in Wil steht bereit. Am 7. März 2021 befindet das Volk über den Kredit. Eine weitere Hürde, der zu stellen Stiftungsratspräsidentin Susanne Hartmann gerne bereit ist: «Schliesslich ist ein klares Bekenntnis der Bevölkerung zum Hof für uns wichtig.» Läuft alles ohne Verzögerungen, kann im Herbst 2021 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

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