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Der Hafen hinter dem Bahnhof

Im Wiler Südquartier entsteht ein neuer Wohn- und Gewerbebau, der «Port 7». Dieser präsentiert sich im Vergleich zu anderen Bauprojekten in Wil äusserst bunt.
Ursula Ammann
Der «Port 7» an der Titlisstrasse wird farbenfroh. Über die Fassade zieht sich eine Unterwasserwelt. (Bild: Visualisierung: PD)

Der «Port 7» an der Titlisstrasse wird farbenfroh. Über die Fassade zieht sich eine Unterwasserwelt. (Bild: Visualisierung: PD)

Sieben Türen in sieben Farben, zahlreiche runde Fenster, die an Gucklöcher in Schiffen erinnern, und eine Fassade, auf der sich allmählich eine Unterwasserlandschaft abzeichnet: Der Wohn- und Gewerbebau «Port 7», der an der Titlisstrasse, südlich der Bahngleise entsteht, ist alles andere als alltäglich. In seiner maritimen Art hebt er sich deutlich von anderen Bauwerken ab.

Der Name «Port 7» leitete sich ab vom englischen Wort «Port» für Hafen. Doch was hat dieser Ort mit einem Hafen zu tun? Das Südquartier sei städteplanerisch etwas vernachlässigt, ähnlich wie früher die Hafenareale, erklärt Roger Edelmann von Arson, Architekt und Bauherr des «Port 7». Dafür könne sich dieses Gebiet viel lebendiger und freier entwickeln. «Im Südquartier findet das Leben anders statt», so Edelmann. «Man nimmt und lässt sich mehr Freiheiten.» So gab es denn auch keine Einwände gegen die Fassadenbemalung, die vom ukrainischen Künstler und Illustrator Yurko Rymar entworfen wurde. «Diese ist stimmungsbildend und unterstützt die Architektur», sagt Roger Edelmann. Sie enthalte aber keine politische Aussage, wie dies sonst bei sogenannten Murals der Fall sei.

Industriecharakter erhalten

Die Zahl 7 im Namen steht einerseits für die Strassennummer, anderseits für die im Originalgrundriss belassene Shedhalle mit ihren sieben Dächern. Sie erinnert an die industrielle Vergangenheit des Quartiers. Einst befanden sich in jenem Gebäude die Postautos der Halter AG, später wurde sie von einem Autozulieferer genutzt. «Die Shedhalle hat uns von Anfang an gut gefallen», sagt Roger Edelmann.

Im Unterschied zu vorher ist sie nun gedämmt und entspricht dem Minergiestandard. Die Dreieckskonstruktionen der sieben Shed-Dächer wurden mit je einer Glasfront versehen, die einen schönen Lichteinfall ermöglicht. Im Innern der Halle befindet sich nun eine Galerie. Sie schafft zusätzliche Nutzfläche. 800 Quadratmeter sind es insgesamt. Ende November wird der Mieter einziehen – das Logistik- und Bau Unternehmen Weber und Partner aus Wil.

Die Shedhalle ist aber nur ein Bestandteil des «Port 7». An ihrer Seite steht ein fünfgeschossiger Bau. «Wir wollten bewusst etwas Hohes schaffen, analog zu einem Kamin, der für Industriebauten charakteristisch ist», erklärt Roger Edelmann. Der sogenannte Turm, der Ende Februar bezugsbereit ist, beherbergt vier übereinander stehende Kleinwohnungen. Im Erdgeschoss soll ein Bistro und damit ein Gastronomieangebot entstehen. Die Idee ist, dass dieses auch von den Schülern der benachbarten Wilingua genutzt wird. Die Sprachschule wurde ins Projekt mit eingebunden. Ein Eventroom sowie eine gemeinsame Terrasse verbinden deren Gebäude mit dem «Port 7». Ganz nach dem Motto: «Offen sein für das Leben rundherum.»

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