Der Goalie als Versicherung

Der FC Bazenheid gewinnt das Nachholspiel gegen den FC Widnau 2:0 und hat sich wieder im Tabellenmittelfeld festgesetzt.

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Fussball. Schrecksekunde in der 51. Minute. In einem Gewirr vor dem Bazenheider Tor kommt ein Widnauer Spieler zu Fall, und Schiedsrichter Devito zögert keinen Moment und zeigt auf den Penaltypunkt. Sahin Irisme tritt zur Ausführung des Strafstosses an und schiesst in die – aus seiner Sicht – linke Ecke. Bazenheids Torhüter Michael Mäder ahnt die Richtung, und es gelingt ihm, den Ball in Corner zu lenken.

Erfolg über links

Zu jenem Zeitpunkt führten die Toggenburger bereits mit 1:0 und verzeichneten bis zu jenem Zeitpunkt Möglichkeiten für einen grösseren Vorsprung. So als Gregorin sein Geschoss von der Latte abprallen sah, oder Maksuti in der Folge am herausgelaufenen Torhüter scheiterte. Nach etwa dreissig Minuten zeigte Gebert auf, wie der Gegner zu bezwingen ist, nämlich mit gut getimten Flanken von der Seite. Eine von mehreren fand in der 36. Minute einen Abnehmer. Der agile Freid brauchte eine Flanke von Gebert, der sich während des gesamten Spiels sehr aktiv zeigte, nur noch einzuschieben.

Der «Knackpunkt»

Grundsätzlich waren sich beide Mannschaften das Spiel hindurch ebenbürtig. Bazenheid zeigte sich jedoch aggressiv im Forechecking und hatte seine Vorteile im Mittelfeld, wo Gregorin und Maag die Bälle erfolgreich verteilten und für Nachschub in die Spitzen sorgten. Diese «Arbeit» wurde ihnen nach dem gehaltenen Penalty erleichtert, weil sich Widnau mindestens kurzzeitig geschockt zeigte. In dieser Phase realisierte Bazenheid den Siegtreffer. Nahe an der linken Seitenlinie kam es zu einem Freistoss, den Maag trat. Seine Flanke aus einer Distanz von rund 40 Metern geriet immer länger und länger und senkte sich schliesslich über Freund und Feind hinweg unters Netz. Damit war die Partie gelaufen, obwohl der FC Widnau in der Schlussphase nochmals alles nach vorne warf, um wenigstens noch eine Resultatverbesserung zu erreichen. Die Bazenheider Defensive hielt dem Druck aber Stand, nicht zuletzt deshalb, weil sie von den vorderen Mitspielern wirkungsvoll unterstützt wurde.

Trainer Ueli Heeb wollte nach dem Spiel nicht so einfach ins Schwärmen kommen. Er zeigte sich aber zufrieden mit der Leistung und dem Resultat und meinte, dass seine Mannschaft so konstruktiv gespielt habe, wie er sich dies vorstellte. «Wenn es uns so wie heute Abend gelingt, auch in den nächsten Partien das Spiel zu bestimmen, dann werden wir auch weiter zu Erfolgserlebnissen kommen.» (uno.)

FC Bazenheid – FC Widnau 2:0 (1:0) Ifang – 170 Zuschauer – Sr. Devito. Tore: 36. Freid 1:0, 56. Maag 2:0. FC Bazenheid: Mäder; Ott, Vieira (89. Studer), Rey, Baumann; Dushica (64. Oswald), Gregorin, Maag, Gebert; Maksuti, Freid (79. Spadavecchia). FC Widnau: Lütolf; Liechti (68. Callaci), Aggeler, Berisha, Irisme (75. Taqi); Hamzic, Faleschini, Sonderegger, Lüchinger (62. Vidallé); Kalkan, Nüesch. Bemerkungen: Bazenheid ohne Hasanovic (verletzt). Verwarnungen: 20. Gregorin, 38. Dushica, 67. Oswald (alle für Foul).