Der Gemeinderat kann loslegen

Mit dem Budget 2015 genehmigten die Uzwiler Stimmberechtigten an der Bürgerversammlung verschiedene grössere Investitionsvorhaben. Darunter die Neugestaltung des Spielplatzes am Marktplatz in Niederuzwil.

Urs Bänziger
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Der Uzwiler Gemeinderat an der Bürgerversammlung im Gemeindesaal – auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern. (Bild: Angelika Hardegger)

Der Uzwiler Gemeinderat an der Bürgerversammlung im Gemeindesaal – auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern. (Bild: Angelika Hardegger)

UZWIL. Mit vereinzelten Gegenstimmen haben die Uzwiler Stimmberechtigten an der Bürgerversammlung vom Montagabend das Budget 2015 genehmigt. 247 Bürgerinnen und Bürger kamen an die Versammlung, was einer Stimmbeteiligung von 3,3 Prozent entspricht. Ihr Ja zum Voranschlag wird in Uzwil in den nächsten Monaten eine Reihe von Investitionen auslösen. Gemäss Budget will die Gemeinde nächstes Jahr 18, 8 Millionen Franken investieren. Über 2 Millionen fliessen in die Schulanlagen, fast 1,5 Millionen in die Strassen und 600 000 Franken in die Neugestaltung des Spielplatzes am Marktplatz.

Aus Spiel- wird Begegnungsplatz

Dieses Vorhaben hatte an den Mitgliederversammlungen der Ortsparteien für Diskussionen gesorgt, doch Bedenken scheinen ausgeräumt zu sein. Gemeindepräsident Lucas Keel erklärte an der Bürgerversammlung, dass am Marktplatz in Niederuzwil ein Begegnungsort entstehen werde, der allen Altersgruppen etwas biete. Dass auch für ältere Personen Geräte bereitstehen, sei ein Versuch. «Der Gemeinderat ist der Meinung, dass die 600 000 Franken gut investiertes Geld sind», sagte Keel. Die letzten Investitionen in diesen Spielplatz lägen 40 Jahre zurück.

Nachdem keine Einsprachen eingegangen sind, wird im Februar in Niederuzwil die erste Tempo-30-Zone realisiert. Zudem soll im Frühling endlich mit dem Bau des Radwegs von Henau nach Niederstetten begonnen werden. Weiter informierte Keel, dass das Energieförderprogramm Wirkung zeige. 98 Gesuche seien schon eingegangen, vor allem für Photovoltaikanlagen. Auf Hochtouren laufe das kurz vor dem Abschluss stehende Baubewilligungsverfahren für das neue Gemeindehaus.

Präsenz statt Überwachung

Investieren will die Gemeinde zudem in die Sicherheit der Bevölkerung. Die rechtliche Grundlage dazu bildet das neue Polizeireglement. Dieses erlaubt der Gemeinde mitunter Videoüberwachungen. Der Gemeinderat werde aber nicht in Technik investieren, sondern ziehe es vor, an neuralgischen Orten wie dem Bahnhof die Präsenz der Securitas zu erhöhen, betonte Keel.

Grosse Vorhaben wie der Bau des Gemeindehauses werden dazu führen, dass die Schulden der Gemeinde bis 2018 auf rund 33 Millionen Franken steigen werden. Eine Verschuldung, die verkraftbar sei, sagte Keel. Zumal die Gemeinde über ein Eigenkapital von rund 18 Millionen verfügt. Mit diesem soll auch der für 2015 budgetierte Verlust von 696 000 Franken gedeckt werden. Angesichts der geplanten Investitionen sei es nicht sinnvoll, den Steuerfuss zu senken, betonte der Gemeindepräsident. Die Versammlung beschloss, diesen auf 145 Prozentpunkten zu belassen.