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Der EHC Uzwil ist auf die Gunst von Sponsoren angewiesen

Sponsoren des EHC Uzwil besichtigten vor dem Meisterschaftsspiel gegen den EHC Arosa die technischen Anlagen der Uzehalle. Diese war vor rund 20 Jahren umfassend saniert worden. Nun stehen weitere Investitionen bevor.
Philipp Stutz
Eismeister Reto Steiner zeigt den Sponsoren die technischen Anlagen der Uzehalle. (Bilder: Philipp Stutz)

Eismeister Reto Steiner zeigt den Sponsoren die technischen Anlagen der Uzehalle. (Bilder: Philipp Stutz)

«Wir befinden uns in jenen Garderoben, in denen sich die Spieler bei ihrem Aufstieg in die Nationalliga B umgezogen haben», sagte Eismeister Reto Steiner, der Gönner und Freunde des EHC Uzwil durch die «Katakomben» der Uzehalle führte. Es waren ruhmreiche Zeiten damals, die Uzehalle gefüllt mit Tausenden von Zuschauern. Am Dienstag waren es gerade mal 300 Schaulustige, die den Match zwischen dem EHC Uzwil und dem EHC Arosa mitverfolgen wollten.
Die Garderoben im alten Trakt unter der Stehplatztribüne werden während des Sommers auch von Fussballern genutzt. Vorbei an Sanitäts- und Schiedsrichterraum führte der Rundgang zu den neuen, grosszügigen Garderoben, die 1997 bei der Gesamtsanierung der Uzehalle gebaut wurden. Reto Steiner erklärte den aufwendigen technischen Prozess der Eisaufbereitung, wo in der Kälteanlage im Gegensatz zu früher nur noch eine kleine Menge Ammoniak zum Einsatz kommt. Eine Wärmerückgewinnung ergänzt das System.

Grosse Investitionen stehen bevor

Auch vom Bistro aus lässt sich das Geschehen auf dem Eis verfolgen.

Auch vom Bistro aus lässt sich das Geschehen auf dem Eis verfolgen.

Die Gesamtsanierung wurde vor rund 20 Jahren vollzogen. Im Jahr 2020 sind weitere Investitionen vorgesehen, die mit Kosten von rund 5 Millionen Franken verbunden sind (die «Wiler Zeitung» hat berichtet). Dabei handelt es sich um die Sanierung der Hallenfassaden und des Dachs, wobei gleichzeitig eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden soll. «Wir hoffen, dass diese Erneuerungen umgesetzt werden können», sagte Reto Steiner.

«Der EHC Uzwil ist auf Gönner und Sponsoren angewiesen», betonte Philipp Herzog, Präsident des Vereins. Dieser stehe mitten in der Saison 2018/2019. «Die 1.-Liga-Mannschaft kämpft um jeden Punkt und um den Ligaerhalt.» Auch die Junioren versuchen, in ihrer jeweiligen Stärkeklasse auf der Rangliste so weit wie möglich nach vorne zu kommen.

Eine erste Saisonbilanz des EHC Uzwil sieht etwas durchzogen aus. «Wir lieferten gute und weniger gute Partien ab, bei denen wir Punkte verschenkt haben», sagte Mischa Wasserfallen, Trainer der ersten Mannschaft. An den bestplatzierten vier Teams der Meisterschaftsgruppe könne sich Uzwil nicht orientieren. Doch die letzten Spiele konnten erfolgreich gestaltet werden.
EHC Uzwil hat schmales Kader, doch guten Teamgeist

EHC-Präsident und -Vizepräsidentin: Philipp Herzog und Leila Saladin.

EHC-Präsident und -Vizepräsidentin: Philipp Herzog und Leila Saladin.

«Unser Ziel besteht darin, die Playoffs zu erreichen, und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen werden», zeigte sich Wasserfallen optimistisch. Für den Verein sei es schwierig gewesen, auf die neue Saison hin Spieler zu verpflichten. So präsentiert sich das Kader eher schmal. Das Team besteht aus jungen und erfahrenen Spielern. «Insgesamt ist das ein guter Mix, doch es fehlen noch einige gute Stürmer», sagte Mischa Wasserfallen. Ein Abstieg sei hingegen kein Thema. Der Trainer lobte hingegen den Teamgeist, den er als aussergewöhnlich bezeichnete.

Die Sponsoren verfolgten nach einer Stärkung im Fondue­stübli das Meisterschaftsspiel gegen den EHC Arosa. Das Spiel verhiess anfangs nichts Gutes. Doch die Uzwiler reagierten, vermochten aufzuholen, verloren schliesslich aber nach Verlängerung, was immerhin zu einem Punkt reichte.

«Mal ist man unten, mal oben»

Uzwils Kunsteisbahn wurde 1959 eröffnet – damals galt das als Sensation. Es handelte sich nämlich um die erste Kunsteisbahn der Ostschweiz – eine Uzwiler Pioniertat aufgrund schon damals langjähriger Eishockey- und Eislauftradition. Selbst dem Zürcher «Tages-Anzeiger» war dies ein Bildbericht Wert gewesen. Die Sportanlage steht im Baurecht auf Boden der Bühler AG und gehört seit 1973 der Gemeinde. Die Arbeitgebervereinigung Uzwil und Umgebung liess das Eisfeld im Jahr 1984 überdachen.

Der Eröffnung der Kunsteisbahn im Schii, wie sich die Anlage damals nannte, widmete auch der «Allgemeine Anzeiger» eine Beilage. Die Anlage sei vor allem für die Jugend bestimmt, hiess es: «Ihr soll das Werk in erster Linie gewidmet sein, zu ihrer Erholung und sportlichen Ertüchtigung.»

«Die Entwicklung der Sportarten gleicht einem Wellental», schrieb der legendäre ehemalige Präsident des EHC Uzwil, Jakob (Kobi) Koller: «Mal ist man unten, mal oben.» Wie recht er doch hatte. So spielte der EHC Uzwil von 1987 bis 1990 in der Nationalliga B und sorgte dort für Aufsehen. Die negativen Folgen widerspiegelten sich in den Finanzen, hatte sich doch der Verein hoch verschuldet. Und grösste Mühe, die Schuldenlast abzutragen.

Zur Anlage gehörte von Anfang an ein Café. Es war in die Jahre gekommen und wurde im Oktober 2010 durch ein modernes Bistro ersetzt. Dem Neubau ging ein Hin und Her zwischen dem Gemeinderat und einem Referendumskomitee voraus. Die Exekutive sah nur eine Renovation des alten Eisbahncafés vor. Das Referendumskomitee aber setzte sich für einen Neubau ein. Nach dem Zustandekommen des Referendums gab die Bürgerschaft grünes Licht für den Neubau. (stu)

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