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Der Circus Knie hat sein Zelt in Wil aufgeschlagen

Der Circus Knie hat sein Zelt auf der Allmend aufgestellt. Der Umzug von einem Ort zum anderen erfordert einiges an Koordination. So müssen nicht nur 140 Tonnen Material befördert werden, sondern auch Lamas, Kamele und die ganze Crew.
Gianni Amstutz
Arbeiten in luftiger Höhe: Selbst die Aufbauarbeiten auf dem Dach des Zelts gleichen einer artistischen Zirkusnummer. (Bild: Gianni Amstutz)

Arbeiten in luftiger Höhe: Selbst die Aufbauarbeiten auf dem Dach des Zelts gleichen einer artistischen Zirkusnummer. (Bild: Gianni Amstutz)

Auf der Wiler Allmend herrscht reges Treiben an diesem Montagmorgen. Ununterbrochen schaffen Lastwagen und Traktoren mit Anhängern Material heran. Rund 140 Tonnen sind es insgesamt. Ein Grossteil davon wurde auf Schienen nach Wil gebracht. Nur die lebende Fracht, darunter Lamas und Kamele, nahmen den Weg über die Strasse. Auf der Allmend steht das Hauptzelt bereits. In grossen blauen Buchstaben kündigt der Schriftzug «Knie» über dem Dach die Vorführungen des bekanntesten Zirkus’ der Schweiz an.

Ab- und Wiederaufbau in weniger als einem Tag

Am Vortag war der gesamte Tross noch in Schaffhausen, wo der Circus Knie seine ersten Vorstellungen der diesjährigen Tournee bestritt. Weniger als 24 Stunden nachdem der Schlussapplaus verklungen ist, sind Zelt, Kassenhäuschen, Verpflegungsstand sowie die mehr als 80 Tiere und 230 Mitarbeiter aus 16 Ländern im rund 45 Kilometer südöstlich gelegenen Wil angekommen.

Um einen reibungslosen Ablauf des Umzugs zu gewährleisten, stehen beim Auf- und Abbau rund 100 Arbeiter im Einsatz. «Die ersten Vorbereitungen zum Weiterziehen finden jeweils bereits während der letzten Vorstellung an einem Ort statt», erklärt Lena Zurbuchen von der Medienstelle. Was nicht mehr direkt für die Auftritte benötigt wird, wird dann bereits eingepackt. Nur so sei es möglich, Material und die Zirkusmitglieder rechtzeitig von A nach B – oder eben von Schaffhausen nach Wil – zu bringen. Denn schon gestern Abend stand die erste, wenn auch nicht-öffentliche, Vorstellung in Wil an.

Zuvor musste alles für den Auftritt vorbereitet werden. Für die geübten Arbeiter ein Routineeinsatz. Auch wenn heuer etwas anders ist als in den Vorjahren. Denn für seine Jubiläumstournee zum 100-jährigen Bestehen hat sich der Circus Knie mit der Anschaffung eines neuen Zelts gleich selbst einen Wunsch erfüllt. Das Geld dafür – rund eine Viertelmillion Franken – wurde mittels Crowdfunding aufgetrieben. Im neuen Zelt gebe es keine Masten mehr, welche die Sicht der Zuschauer beeinträchtigten, nennt Lena Zurbuchen den Hauptvorteil der Neuerung. Durch die versetzten Sitzreihen geniesse man von jedem Platz in der «kleinen Arena» beste Sicht auf die Manege.

Trotz der Herausforderungen durch das neue Zelt scheinen die Arbeiter keine Probleme beim Aufbau zu bekunden. Jeder Griff sitzt. Geredet wird nicht viel. Jeder weiss, was zu tun ist. So reicht ein Morgen aus, um die Hauptarbeiten zu erledigen. Am Nachmittag muss nur noch an den Details gefeilt werden. Nach zwei Vorstellungen am Mittwoch und einer am Donnerstag geht das Spiel von vorne los. Wieder werden die 140 Tonnen Material gezügelt. Dann nach Glarus, wo die nächsten Auftritte stattfinden.

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