«Der Bus kommt nach Gloten»

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Am Dienstag berichtete unsere Zeitung über die Zivilschutzfahrzeuge, welche die Gemeinde Sirnach bisher mitbenutzt hat. Dabei wurde geschrieben, der Kanton habe im Zusammenhang mit der Reorganisation der Zivilschutz-Regionen bestimmt, dass alle Zivilschutzfahrzeuge in einem Fahrzeugpool in Frauenfeld stationiert werden müssen. Hans Peter Schmid, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und Armee,widerspricht.

Was ändert sich durch die Reorganisation der Zivilschutzregionen?

Es werden fünf Zivilschutz-Bataillone gebildet. Jeder Bezirk verfügt über ein Bataillon. Der Kanton führt das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement zur Schwergewichtsbildung und Unterstützung der regionalen Zivilschutzorganisationen. Der Einsatzwert des Zivilschutzes Thurgau wird erhöht.

Welche Auswirkung hat das auf die Zivilschutzfahrzeuge?

Die Einsatzmittel müssen im ganzen Bezirk eingesetzt werden können. Der Leistungsauftrag verlangt eine minimale Mobilität innerhalb einer Stunde. Jede Zivilschutzkompanie muss aus diesem Grund über ein Fahrzeug verfügen, das jederzeit sofort verfügbar ist.

Weshalb wird die Gemeinde Sirnach die Fahrzeuge nicht mehr mitbenutzen können?

Ein Fahrzeug kann die Feuerwehr Sirnach zum Zeitwert übernehmen. Der zweite Personentransporter gehört der Zivilschutzorganisation Hinterthurgau. Diese braucht das Fahrzeug selbst und kann es nicht für Notfalleinsätze der Feuerwehr Sirnach zur Verfügung stellen.

Was passiert mit diesem zweiten Fahrzeug, das bisher im Sirnacher Werkhof stationiert war?

Die Zivilschutzorganisation Hinterthurgau betreibt eine Logistikbasis in Gloten bei Sirnach. Aus diesem Grund wird das Fahrzeug in Gloten stationiert. Es steht dann jederzeit ordnungsgemäss dem Zivilschutzbataillon Hinterthurgau zur Verfügung.

Wie wird der Fahrzeugpool in Frauenfeld funktionieren?

Jedes Zivilschutz-Bataillon soll zusätzlich einen Personentransporter erhalten. Die Beschaffung wird durch das Amt für Bevölkerungsschutz und Armee koordiniert. Diese sechs Fahrzeuge können für Einsatz und Ausbildung von allen Bataillonen angefordert werden. Mit dieser Massnahme kann der Leistungsauftrag Einsatzbereitschaft mit dem Gros der Mittel in vier Stunden erfüllt werden. (rsc)