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Der Big Player im Hinterthurgau

Gestern präsentierten die Hinterthurgauer Raiffeisenbanken ihre Jahreszahlen. Trotz eines kleineren Reingewinns zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden – etwa über den hohen Marktanteil in der Region.
Adrian Grzonka

AADORF. Die Raiffeisen Schweiz präsentierte letzte Woche ihr Rekordergebnis für das vergangene Jahr: Um sechs Prozent steigerte sich der Reingewinn im Jahr 2015 gegenüber 2014. Die Bilanz der Hinterthurgauer Raiffeisenbanken ist für dieselbe Periode weniger markant: Der Reingewinn für 2015 ist gegenüber 2014 um 1,6 Prozent oder rund 100 000 Franken auf 6,14 Millionen Franken gesunken. Dies haben die Raiffeisenbanken Hinterthurgau gestern in der Filiale Aadorf bekanntgegeben.

In der Region tief verankert

Trotz dem leichten Gewinnrückgang zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2015. Der Leiter der Genossenschaft Aadorf, Peter Bühler, sprach von einer «positiven Entwicklung» angesichts des «Crashes in Raten», welche die Weltwirtschaft im Jahr 2015 unter anderem mit dem Zusammenbruch des Yen und dem drohenden Grexit erfahren habe. Dabei hob er speziell die weitere Steigerung bei den Kundenausleihen hervor: Auch 2015 konnten die Raiffeisenbanken Hinterthurgau ihre Ausleihen – den grössten Teil davon in Form von Hypotheken – um 4,7 Prozent steigern. Dies sei in Anbetracht dessen, dass die Raiffeisenbank im Hinterthurgau bereits ein «absoluter Big Player» sei, umso erfreulicher: «Unsere Marktdurchdringung im Hinterthurgau ist sehr gross», sagte Bühler und belegte dies mit Zahlen: 3,244 Milliarden war das Ausleihenvolumen der sieben Hinterthurgauer Filialen im Jahr 2015. Bei einer durchschnittlichen Hypothek von 300 000 Franken seien das rund 11 000 Haushalte, welche die Raiffeisen finanzierten – dies bei rund 40 000 Einwohnern im gesamten Hinterthurgau.

Keine Schliessungen in Region

Angesprochen auf die letztwöchige Ankündigung von CEO Patrik Gisel, rund ein Viertel aller Schweizer Filialen würden in den nächsten fünf Jahren geschlossen, sagte Bühler: «Wir sind, was die Kosten anbelangt, sehr gut aufgestellt.» Schliessungen seien in nächster Zukunft deshalb keine geplant. Zudem hätten die sieben Hinterthurgauer Zweigstellen alle mindestens vier Mitarbeiter und zählten nicht zu den Kleinstfilialen, welche von den Schliessungen hauptsächlich betroffen seien. Auch im Hinterthurgau sei die zunehmende Nutzung des digitalen Angebots aber spürbar, sagte Roman Kaiser, Vorsitzender der sieben Hinterthurgauer Genossenschaften: Es könne deshalb sein, dass in einzelnen Liegenschaften das Angebot reduziert werde und der Fokus dabei auf die Kundenberatung gelegt werde, sagte er.

Mehr Kameras, mehr Sicherheit

Auch die Sicherheit war gestern Thema. Nach den Überfällen auf die Filialen Eschlikon, Bichelsee und Elgg habe man die Anzahl Kameras erhöht und sei auf dem neuesten Stand, sagte Sicherheitsverantwortliche Lucia Lottenbach. Auch das Personal sei in Sicherheitsfragen geschult worden. Zudem sei man auf Cyberkriminalität besser vorbereitet. Mittlerweile sind laut Bühler mehrere Mitarbeiter auf die Verhinderung von Cyberkriminalität spezialisiert.

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