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Der beste Likör kommt
aus Niederbüren: Bruno Eschmann
setzte Massstäbe

132 eingereichte Edelbrände, 108 Auszeichnungen: Das gab es noch nie. Die
9. Ostschweizerische Edelbranddegustation hatte erfreuliche Resultate geliefert. Am Donnerstag wurden in Flawil die besten Brände prämiert.
Andrea Häusler


«Die Sauerkirsche ergibt einen geschmacklich pfiffigen Likör mit harmonischer Säure im Gleichgewicht mit dem Bittemandelaroma der Schattenmorellen.» Was auf der Website der Säntis-Destillerie Niederbüren von Bruno Eschmann beschrieben wird, ist nun preisgekrönt. «Blütenzauber» heisst der Geheimtipp des Herstellers und der Favorit der Juroren der 9. Ostschweizerischen Edelbranddegustation - ein mystisch anmutender Name, der Bezug nimmt auf die weissen Blüten der Sauerkirschen, die den Geisberg jeweils ins Frühlingskleid und im August in einen aromenreichen Paradiesgarten tauchen.

Bruno Eschmann mit seinem ausgezeichneten "Blütenzauber".

Bruno Eschmann mit seinem ausgezeichneten "Blütenzauber".

20 Punkte war den Experten die fruchtige Versuchung wert – die höchstmögliche Bewertung. Bruno Eschmann überzeugte jedoch darüber hinaus, sammelte geradezu Auszeichnungen. Sieben waren es insgesamt. Zwischen 16 und 19 Punkten bedachte die Jury zwei seiner Whisky-Muster, zwei Zwetschgen-Schnäpse sowie je einen Williams- und Gin-Brand.

Hochprozentige Frauenpower

Wie bereits vor zwei Jahren entsprachen die Produkte der beiden Braunauer Damen Ursi Koch und Monika Lehner auch heuer wieder dem dezidierten Geschmack der Juroren. Ursi Koch, die auf dem Hof der Familie in Bächlingen eine Brennerei/Destillerie betreibt, nahm nach der Edelbrandprämierung vom Donnerstagabend im Mattenhof sechs Auszeichnungen nach Hause (Fellenberger Zwetschgen (zweimal), Gelbmostbirnen, Gravensteiner, Berner Rosen und Zwetschge). Monika Lehner reichte es mit ihren Aprikosen- und Beerenlikören für drei Qualitätszertifikate.

Ursi Koch aus Braunau holte sechs Auszeichnungen ab.

Ursi Koch aus Braunau holte sechs Auszeichnungen ab.

Als vierte regionale Produzentin wurde die Mosterei/Brennerei Fraefel in Henau mit vier Auszeichnungen bedacht.(Traubentrester, Williamsbirne, Kernobst, Golden Delicious).

Beachtlicher Qualitätssprung

132 Edelbrände aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Zürich sowie aus dem Fürstentum Lichtenstein waren zur Beurteilung eingereicht worden. «Lediglich acht weniger als im Vorjahr», sagte der Leiter der Fachstelle Obstbau am Landwirtschaftlichen Zentrum in Flawil, Richard Hollenstein, der die Auszeichnungen übergab. «Beachtlich, angesichts des schlechten Erntejahrs 2017, das die langen nächtlichen Fröste und der späte Schnee beschert haben.» Umso beeindruckender sei die «hervorragende Qualität» der produzierten Brände. «108 der 132 eingereichten Wettbewerbsprodukte, oder 82 Prozent, erhielten mehr als 16 Punkte und damit eine Auszeichnung: ein Höchstwert.» Noch vor zwei Jahren habe die Quote der zertifizierten Brände 60 Prozent betragen. Hollensteins Blick in die Zukunft ist voller Zuversicht: «Vor zehn, fünfzehn Jahren waren uns die umliegenden Länder qualitativ um Nasenlängen voraus. Inzwischen brauchen wir den Vergleich nicht mehr zu scheuen.»

Monika Lehner aus Braunau punktete mit Aprikosen- und Beerenlikören.

Monika Lehner aus Braunau punktete mit Aprikosen- und Beerenlikören.

Dei Gruppen, vier Kriterien

Die Proben sind von neun Fachleuten in Dreiergruppen blind degustiert, bewertet und beschrieben worden. Für die Sauberkeit, den Geruch, den Geschmack und Gesamteindruck wurden je 0-5 Punkte vergeben. An der Prämierung war auch Spirituosen-Sommelier Arthur Nägele, aus Gaissau zugegen. Was macht denn aus seiner Sicht einen guten Brand aus? «Er riecht und schmeckt nach dem, was auf dem Etikett steht.»

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