Der Bedarf an Pflegebetten steigt

Im Zusammenhang mit dem geplanten Bau von Alterswohnungen und Pflegezimmern in Bichelsee-Balterswil ist mit der Genossenschaftsgründung eine weitere Etappe erreicht worden.

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BICHELSEE-BALTERSWIL. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung verlangt auch im Hinterthurgau nach Lösungen. So nimmt die Zahl der 80-Jährigen und älteren Personen in den beiden Gemeinden Bichelsee-Balterswil und Fischingen in den nächsten Jahren sukzessive zu. Dies wirkt sich auch auf den Bedarf an Pflegebetten aus. Basierend auf den Berechnungsgrundlagen des kantonalen Alterskonzepts 2011 beträgt der Bettenbedarf bei 93 Prozent Auslastung im Jahre 2015 insgesamt 71 Betten. 2025 werden es bereits 114 Betten und 2030 voraussichtlich 149 Betten sein.

Standortfrage klären

Die unlängst gegründete Genossenschaft «Wohnen im Alter Hinterthurgau» bezweckt, preisgünstige Wohnungen mit Pflegedienstleistungen für ältere und hilfsbedürftige Menschen zu erstellen und zu vermieten. Dank einem Legat von zwei Millionen Franken aus dem Schwager-Erbe der Gemeinde Bichelsee-Balterswil ist die Genossenschaft in der Lage, sozialverträgliche Wohnungen und Pflegezimmer anzubieten. Mit der Gründung der Genossenschaft sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen erfüllt, um die Geschäftstätigkeit aufzunehmen. In einem nächsten Schritt wird der Vorstand der Genossenschaft die Standortfrage für das geplante Alterszentrum klären.

Idealer Standort wäre die gemeindeeigene Parzelle vor der Carrosserie-Werkstatt Mayer in Bichelsee. Denkbar wäre zudem, einen Teil der westlich angrenzenden Parzelle dazuzukaufen.

Gesuch an den Kanton im April

Die Projektgruppe hat die Unterlagen für das Aufnahmegesuch auf die kantonale Pflegeheimliste zusammengestellt und mit dem Kanton auch Vorgespräche geführt. Vorgesehen ist, dass nach erfolgter Prüfung Anfang April die Gemeinderäte von Bichelsee-Balterswil und Fischingen die Gesuchsunterlagen zuhanden des Kantons einreichen. (red.)