Der Bachdurchstich ist erfolgt

Gestern floss der Schwarzenbach erstmals durch das neue, freigelegte Bachbett. Seit den 1960er-Jahren war das Gewässer im Dorfkern auf einer Länge von rund 160 Metern eingedolt. Auf die Umleitung folgen nun die Gestaltungsarbeiten am Ufer.

Angelika Hardegger
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Sie machten dem Schwarzenbach den Weg in das neu angelegte Bachbett frei: Bauverwalter Felix Ambühler (rechts), Bauführer Ruedi Signer (links) und Ingenieur Pascal Hohl (Mitte). (Bild: Angelika Hardegger)

Sie machten dem Schwarzenbach den Weg in das neu angelegte Bachbett frei: Bauverwalter Felix Ambühler (rechts), Bauführer Ruedi Signer (links) und Ingenieur Pascal Hohl (Mitte). (Bild: Angelika Hardegger)

SCHWARZENBACH. Von der eigens für die Renaturierung gebauten Brücke an der Berghofstrasse aus verfolgten Gemeindepräsident Stefan Frei und weitere Interessierte, wie sich der Schwarzenbach erstmals seinen Weg durch das neu angelegte Bachbett bahnte. Seit Mitte August liefen die Arbeiten für die neue Brücke und den Aushub des Bachbetts.

Ein wichtiger Schritt

«Der Durchstich ist ein wichtiger Schritt», sagt Bauverwalter Felix Ambühler. Abgeschlossen seien die Bauarbeiten aber noch nicht: Die Röhre, in welche der Schwarzenbach seit den 1960er-Jahren eingedolt war, werde in den kommenden Wochen mit Splitt aufgefüllt, um die Gefahr eines Einsturzes zu bannen. Zudem müsse die Strasse zur neuen Brücke fertig gebaut werden. «Auch die Gestaltungsarbeiten am Ufer werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen», sagt Ambühler. Bis Ende November soll das ausgehobene Material vollständig abgetragen sein. Die Begrünung erfolge dann erst im nächsten Frühling.

Vollständig freigelegt ist der Bach, der den Namen des Dorfes trägt, mit der Renaturierung entlang der Ringstrasse allerdings noch nicht: Auf dem Gebiet unterhalb der Jonschwiler- und der Bachstrasse ist das Gewässer noch eingedolt. Es sei möglich, dass hier eine weitere Renaturierung folgen müsse, sagt Bauverwalter Ambühler.

Jahrelanger Rechtsstreit

Der Freilegung des Schwarzenbachs war ein jahrelanger Rechtsstreit vorausgegangen. Ein Landwirt weigerte sich, die für die Umsetzung des Projekts notwendigen 120 Quadratmeter seines Kulturlandes abzutreten. Seine Beschwerde zog er bis an das Bundesgericht weiter – mit dem Resultat, dass er im vergangenen Jahr gegen eine Entschädigung zwangsenteignet wurde.

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