«Der Aufwand bleibt der gleiche»

VOLTIGE. So früh wie noch nie startet Voltige Lütisburg in die neue Turnier- und Wettkampfsaison. Am Wochenende startet das erste Team anlässlich der Baden-Classics in Offenburg bei der «Trophy-Süd».

Urs Nobel
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Voltige Lütisburg möchte in Offenburg seinen Vorjahressieg wiederholen. (Bild: zVg.)

Voltige Lütisburg möchte in Offenburg seinen Vorjahressieg wiederholen. (Bild: zVg.)

Voltige. Vergangenes Jahr hatte Voltige Lütisburg nur ein Ziel: eine Medaille an den Weltreiterspielen in Kentucky zu gewinnen. Diesem Ziel ordneten sie alles unter und betrieben einen Aufwand, der seinesgleichen sucht. Mit dem vierten Rang wurden die Toggenburgerinnen schlecht belohnt.

In diesem Jahr stehen nebst internationalen Turnieren und nationalen Wettkämpfen als Höhepunkte «nur» die Schweizer Meisterschaft, welche in Henau stattfindet, und die EM – der Austragungsort steht noch nicht fest – auf dem Programm.

Viermal Training die Woche

Ein guter Grund also, den bisherigen Aufwand zu reduzieren und es etwas leichter zu nehmen? «Nein, keinesfalls», sagt Trainerin Monika Winkler-Bischofberger. «Wollen wir Schweizer Meister werden und an der EM eine Medaille gewinnen, müssen wir denselben Aufwand wie bisher auf uns nehmen.» Was so viel heisst wie viermal in der Woche trainieren und praktisch jedes zweite Wochenende ein Kadertraining zu absolvieren. Solches ist vor allem in den Wintermonaten hart, wenn es in der Reithalle kälter als draussen ist.

Willy anstelle Corado

Im Team von Voltige Lütisburg hat es zwei personelle Änderungen im Kader gegeben. Zwei Rück- oder Übertritte wurden mit neuen Mädchen aus der zweiten Gruppe kompensiert. Marion Graf bleibt der Mannschaft zwar erhalten, hat ihr Trainingspensum mit der Gruppe aber reduziert. «Wir werden auf Marion Graf vor allem für internationale Turniere zurückgreifen», zeigt sich Monika Winkler dankbar über die Lösung mit dieser routinierten Voltigiererin.

Auch im Bereich der Voltigepferde hat sich eine Änderung ergeben. Der braune Wallach Corado wird geschont und nur noch an Showturnieren zum Einsatz gelangen. An seiner Stelle vertrauen die Lütisburger auf den Schimmel Will be Good (Willy), der seine Ambitionen als Hauptpferd der ersten Mannschaft schon im vergangenen Jahr aufgezeigt hat.

Passend zu den Trikots

Voltige Lütisburg wird in der neuen Saison mit einer neuen Kür aufwarten. Wiederum dürfen die Toggenburgerinnen auf die Unterstützung von Michi Gnad, einen begnadeten Choreographen aus Norddeutschland, sowie auf die deutsche Ex-Weltmeisterin Nadja Ehning-Zülow zählen. Die beiden kommen regelmässig in die Schweiz und helfen der Trainerin in Musikfragen oder der Kürteile-Zusammenstellung. «Die Musikauswahl wurde auf das neue Team abgestimmt und auch passend zu den Trikots, die wir erst einmal getragen haben. Unsere Kür wird in diesem Jahr noch schwieriger», so Monika Winkler.

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