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Der Abend, an dem die Parteigrenzen verschwinden

Alle Fraktionen präsentierten eine kurze Produktion zu Ehren des frischgewählten Parlamentspräsidenten Luc Kauf. Im Bild die SP bei ihrem Auftritt. (Bilder: Hans Suter)

Alle Fraktionen präsentierten eine kurze Produktion zu Ehren des frischgewählten Parlamentspräsidenten Luc Kauf. Im Bild die SP bei ihrem Auftritt. (Bilder: Hans Suter)

Wahlfeier Für einmal ging es nicht um Vorlagen oder Abstimmungen. Auch die Parteizugehörigkeit spielte (fast) keine Rolle. An der Parlamentsfeier in der «Focacceria» wurden die Gäste per Losen an die verschiedenen Tische zugeteilt. Die damit beabsichtigte politische Durchmischung gelang allerdings nur bedingt. So fand sich beispielsweise Erwin Böhi (SVP) an einem Tisch mit ausschliesslich linken Ratskolleginnen und -kollegen wieder. Er nahm dies jedoch mit Humor und versuchte die beiden SP-Parlamentarierinnen Silvia Ammann Schläpfer und Marianne Mettler zu «bekehren». Die abtretende Parlamentspräsidentin, Ursula Egli (SVP), schien ihrerseits in Sorge um Erwin Böhi und überzeugte sich selbst davon, ob er nicht mit linkem Gedankengut indoktriniert werde. Jegliche Avancen zu Parteiübertritten scheiterten jedoch.

Gefeiert wurde Luc Kaufs Wahl zum Parlamentspräsidenten. Die nationale Parteipräsidentin der Grünen, Regula Rytz, reiste dafür extra aus Bern an. Dort hätte am selben Abend eine weitere Wahlfeier eines grünen Parlamentspräsidenten stattgefunden. «Ich habe mich für Wil entschieden, da ich Bern bereits wie meine Westentasche kenne», so Rytz. Wil hingegen sei ihr vor allem durch Politikerinnen wie Karin Keller Sutter oder Yvonne Gilli bekannt. Es sei eine Stadt voller Möglichkeiten. Luc Kauf werde als Parlamentspräsident ein Botschafter der Nachhaltigkeit sein und müsse seine Werte nicht verraten. Er solle weiterhin für ökologische und soziale Anliegen eintreten, wenn auch nicht in der Parlamentsdiskussion.

Stadtpräsidentin Susanne Hartmann nutzte den Anlass, um die abtretende Parlamentspräsidentin Ursula Egli zu ehren. Sie habe getreu der Bedeutung ihres Namens im Parlament eine bärenstarke Präsenz bewiesen. Zudem warf Hartmann einen Blick in die Statistik. An den elf Sitzungen, die Egli leitete, seien durchschnittlich 38 Parlamentarier anwesend gewesen. 1920 Minuten hätten sie gedauert und seien damit rund 20 Prozent kürzer gewesen als 2016. Insgesamt konnten so rund 60 traktandierte Geschäfte behandelt werden. (gia)

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