Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der 12-jährige Yannis Keller ist das grösste Talent der Region Wil

Der Sieger der zweiten Austragung von «Talent der Region Wil» heisst Yannis Keller und kommt aus Lenggenwil. Er begeisterte am Samstagabend in der Wiler Tonhalle mit seinem Knabentenor Publikum und Jury gleichermassen.
Christof Lampart

Der Förderverein der Tonhalle Wil hat es sich zum Ziel gesetzt, junge Künstler aus der Region Wil zu fördern und ihnen eine Plattform – die Tonhalle – für einen Auftritt vor einem grossen Publikum zu bieten. Diese Rechnung ging am Samstagabend gleich in mehrerlei Hinsicht auf. Zum einen war die Tonhalle nicht nur auf der Bühne von jungen Talenten in den unterschiedlichsten Sparten besetzt, sondern auch auf den Plätzen im Parterre und in den Rängen hatte ein überwiegend junges Publikum Platz genommen. Und die Freunde sowie Familienangehörigen sorgten für eine gute Stimmung im Saal – und das über die ganze Eventdauer von drei Stunden hinweg.

Das Niveau wurde immer besser

Zuerst hatten alle zwölf Solisten und Ensembles, die sich anfangs Mai für diesen Abend in einem Casting durchgesetzt hatten, einen Auftritt. Danach bestimmten eine fünfköpfige Fachjury und die Fans im Saal per Stimmzettel die fünf Besten, welche nach der Pause zum eigentlichen Final antraten. Diesen erreichten die beiden Musiker Oskar (Klavier) und Emil Krawinkel (Saxophon, Percussion) aus Wängi, der in wenigen Tagen zwölf werdende Sänger Emanuele Grande aus Wil, eine aus Shpetim Osmani, Anes Ismaili und Thaddeus Zambellis bestehende Hip-Hop-Formation aus Wil, die Rickenbacher Sängerin Lorena Beadini sowie der als klassischer Sänger auftretende, spätere Sieger Yannis Keller.

Auch wenn dies von den Organisatoren wohl keinerlei Absicht war, so war doch ersichtlich und vor allem hörbar, dass sich das Niveau im Verlauf des Abends ständig steigerte. Die beiden zuletzt Auftretenden – Lornea Beadini und Yannis Keller – sollten am Schluss des Abends auch zuvorderst rangiert sein.

Hochkonzentriert zum Höhepunkt

Die beiden erstplatzierten agierten in einer völlig unterschiedlichen Art und Weise. Während die 15-jährige Lorena Beadini schon länger als ein Talent gilt, bereits mehrere Preise als Sängerin gewann und auch schon einiges an Bühnenerfahrung vorweisen kann, kam der zwölfjährige Yannis Keller eher per Zufall zum Gesang. Als ihn Moderator Christoph Sutter fragte, ob es für ihn etwas Schöneres als das Singen gebe, wusste er nicht, was er dazu sagen sollte – hatte er doch soeben aufgezählt, dass er noch viele andere Hobbys pflege. Yannis nahm das Ganze wie ein Spiel. Einerseits wirkte er auf der Bühne fast ein wenig verloren, andererseits dann aber auch wieder hochkonzentriert und sich durch nichts ablenken lassend. Sein «O sole mio», dass er mit einer stimmlichen Leichtigkeit in den Saal hinaus sang, ja zuweilen geradezu spielerisch und glockenhell hinausschmetterte, liess alle aufhorchen. Umso erstaunlicher war es, dass er, kurz nach dem für ihn positiven Verdikt der Jury und dem Überreichen der Trophäe namens «Kaspar», erneut fast ein wenig verloren auf der Bühne stand. Als wisse er nicht so genau, was gerade um ihn herum geschehen sei.

Da half nur eines: Er sang sein «O sole mio» gleich noch einmal – und bescherte einem überaus gelungenen Talentabend einen würdigen Abschluss.

Yannis Keller liess mit seinem "O sole mio" Herzen schmelzen. (Bild: Christof Lampart)

Yannis Keller liess mit seinem "O sole mio" Herzen schmelzen. (Bild: Christof Lampart)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.