Deponie-Sanierung wird
teurer als angenommen

Der Gemeinderat hat für die Sanierung der Deponie Lehmtobel in Flawil einen Nachtragskredit von 781000 Franken genehmigt .

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Das Lehmtobel wurde während mehrerer Jahrzehnte als Ablagerungsplatz und Kehrichtdeponie genutzt. Dabei wurde der Bach eingedolt und das Tobel teilweise aufgefüllt. Eine Sanierung ist notwendig, weil die Sickerwässer mit Schadstoffen aus der Deponie belastet sind. Diese Sickerwässer gelangen aus der Deponie in den Lehmtobelbach. Ausserdem sind die Böschungen der Abfalldeponie instabil und die Eindolung in einem baulich schlechten Zustand. Das Projekt umfasst unter anderem die Offenlegung des Lehmtobelbachs zwischen der Kantonsstrasse bis hin zum offenen Abschnitt im Lehmtobel. Im oberen Abschnitt wird das Gewässer als Flachstrecke mit wechselnden, naturnahen Böschungsneigungen ausgebildet. Im Frühling 2010 hat die Flawiler Bürgerschaft einen Bruttokredit von 2,57 Millionen Franken gesprochen. Das Baudepartement des Kantons St. Gallen hat das Projekt im März 2016 genehmigt. Wie die Gemeinde mitteilt, machen Erkenntnisse aus der Detailprojektierung nun einen Nachtragskredit notwendig.

4,28 Millionen statt 2,57 Millionen

Die Bruttokosten für das gesamte Projekt betragen neu 4,28 Millionen Franken. Nach Abzug der Bundes- und Kantonsbeiträge und des bereits im Frühling 2010 gesprochenen Baukredits wird ein Nachtragskredit von 781000 Franken benötigt. Die Mehrkosten seien auf die schlechten Baugrundverhältnisse, die dadurch notwendigen Baugrundsicherungen sowie auf die markant höheren Aushubmengen und die daraus resultierenden Deponiegebühren zurückzuführen. Damit im Dezember 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, wurden die Baumeisterleistungen im Juni öffentlich ausgeschrieben. Vorbehältlich der Gewährung des Nachtragskredits sowie der am nächsten Montag beginnenden, 40-tägigen Referendumsfrist. (rkf/red)