Denkzettel an Adresse von Stefan Frei

Die Wahlen in Jonschwil verliefen ohne Überraschung. Doch die Nachwirkungen der Querelen um die Schulhaus-Vorlage in Schwarzenbach spiegeln sich im Ergebnis von Gemeindepräsident Stefan Frei.

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JONSCHWIL. Der Gemeindepräsident wurde zwar in seinem Amt bestätigt, doch mit einem im Vergleich doch eher bescheidenen Resultat.

130 Stimmen bei Vereinzelten

Erhielten die übrigen Mitglieder der Exekutive jeweils zwischen 700 und 800 Stimmen, entfielen auf Frei lediglich 533 Stimmen, und dies bei einem absoluten Mehr von 359. Die Querelen um die Schulhaus-Vorlage wurden nun anscheinend dem Gemeindepräsidenten angelastet. Indiz dafür ist die die hohe Anzahl von 130 Wahlzetteln, die auf Vereinzelte entfielen. Vieles, was mit den Schulproblemen zusammenhänge, sei auf ihn projiziert worden, sagt Frei, der sich über das Wahlergebnis nicht sonderlich überrascht zeigt.

Dass zwei offiziell nicht Kandidierende Stimmen erhielten, geht wohl ebenfalls aufs Konto von «Protestwählern». Neu in den Gemeinderat gewählt wurde René Bruderer (FDP).

Trümpi nicht gewählt

Umstrittener waren die Wahlen in den Schulrat. Dort sorgte der parteilose Jakob Trümpi aus Schwarzenbach mit seiner Kandidatur für eine Kampfwahl. Trümpi, der den Schulrat in der Vergangenheit wiederholt hart kritisiert hatte, verfehlte das absolute Mehr von 418 mit seinen 263 Stimmen zwar deutlich, erzielte aber immerhin einen Achtungserfolg.

Der Schulrat Jonschwil-Schwarzenbach war aus Protest gegen die Geschehnisse in Schwarzenbach – Gemeinde- und Schulrat waren in einer Schulhausvorlage gegensätzlicher Meinung – in globo zurückgetreten. Und so mussten neben dem bisherigen Schulratspräsidenten Jakob Zimmermann gleich vier neue Schulräte gewählt werden. Die zwei parteilosen Franziska Cavelti Häller und Thomas Plattner schafften die Wahl ebenso klar wie die beiden SVP-Vertreter Sandra Keller und Bruno Scheiwiller. (stu.)