Den Weltmeister bedrängt

Voltige Lütisburg befindet sich zurzeit in Chevenez JU im Trainingslager. Früher galt dieses als letzte Vorbereitung auf die neue Saison. Unterdessen haben die Toggenburgerinnen aber in diesem Jahr bereits drei Turniere bestritten.

Urs Nobel
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Voltige. Voltige Lütisburg startete in diesem Jahr bereits an einem internationalen Turnier in Paris und im Rahmen der Voltige Trophy Süd in Aachen. Beide Male setzten sich die Lütisburgerinnen als Sieger durch. Am vergangenen Wettkampf, am «Regionalen von Vaterstetten» in Deutschland, fand Voltige Lütisburg einen ersten Bezwinger in diesem Jahr.

VV Ingelsberg – immerhin der amtierende Weltmeister – setzte sich an seinem eigenen Turnier durch und verwies Lütisburg auf den zweiten Platz. Lütisburg II, das sich am selben Turnier beteiligte, wurde Vierte.

Leistung nicht abgerufen

Noch nie wäre es für Lütisburg so einfach gewesen, den Weltmeister zu bezwingen. Zwar lag das Team von Longenführerin Monika Bischofberger nach der Pflicht knapp zurück.

In der Kür verzeichnete Ingelsberg aber einen Sturz vom Pferd und musste sich ungewohnte Abzüge von den Richtern gefallen lassen.

Voltige Lütisburg, das gleich nach dem Weltmeister in den Zirkel einlief, musste somit «nur» noch die normale Leistung abrufen, um ein drittes Mal in diesem Jahr zu gewinnen. Für einmal zeigte das Team aber Nerven.

Es patzte in der Anfangsphase, kam im Fortverlauf der Darbietung nie mehr auf Touren und benötigte deshalb auch mehr Zeit als erlaubt für seine Kür. Der mögliche Sieg wurde somit verpasst. Monika Bischofberger, die Trainerin und Longenführerin, zeigte sich nach dem Auftritt ihrer Truppe enttäuscht. Sie warf ihren Mädchen Unkonzentriertheit und Überheblichkeit vor.

Monika Bischofberger wusste natürlich, dass so schnell nicht wieder eine Gelegenheit kommt, den Weltmeister zu besiegen.

Mit dem Trend mitgehen

Für Voltige Lütisburg ist es eine ziemlich neue Situation, vor dem traditionellen Oster-Trainingslager Turniere zu bestreiten. Der Trend dazu zeichnet sich aber immer mehr ab, weil die besten Voltigegruppen der Welt allesamt einen noch grösseren Aufwand betreiben. Besonders in diesem Jahr, in dem die Weltmeisterschaft in Amerika stattfindet.

Dort will man nicht nur dabei, sondern auch erfolgreich sein.

Alles perfektionieren

In Chevenez wird deshalb während dieser Woche sehr streng trainiert und die guten Bedingungen genutzt, um hinsichtlich der Hauptsaison einen weiteren Schritt vorwärtszukommen. Die erste Mannschaft ist den ganzen Tag im Einsatz. Wenn nicht auf einem der Pferde, dann auf dem Fass oder in der Turnhalle. Die Zeit des Improvisierens ist somit für die Saison 2010 definitiv zu Ende.

Ab nächster Woche muss die Kür perfektioniert sein, und die Mädchen müssen ihre Auftritte beherrschen, damit sich weitere Erfolge einstellen.

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