Den Vorsprung über die Runden gezittert

Der EHC Uzwil gewinnt auch das zweite Derby im Dezember gegen den EC Wil. Diesmal müssen die Uzwiler für ihren 3:2-Erfolg aber mächtig zittern. 322 Zuschauer verfolgten das Spiel. Durch diesen Erfolg haben die Uzwiler die rote Laterne an Wil abgegeben.

David Metzger
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Die Uzwiler (gelb) machten aus wenigen Chancen mehr Tore als Gegner Wil. (Bild: David Metzger)

Die Uzwiler (gelb) machten aus wenigen Chancen mehr Tore als Gegner Wil. (Bild: David Metzger)

Sie muss dem EHC Uzwil wie eine Erlösung vorgekommen sein. Die pingelig gepfiffene Strafe gegen den Wiler Noah Isler in der 33. Spielminute wegen eines Crosschecks. Das deshalb, weil die Uzwiler zuvor praktisch über die kompletten 13 Minuten im Mitteldrittel ausnahmslos mit Defensivarbeit beschäftigt waren.

Mit der Wiler Strafe bekam Uzwil die Möglichkeit, defensiv endlich wieder einmal durch­zuschnaufen und offensiv in Erscheinung zu treten. Nur wenige Sekunden Überzahl genügten, um das letztlich siegbringende dritte Tor zu erzielen.

Der EC Wil rannte pausenlos an

Das Beispiel soll aufzeigen, in welchem Leistungs- und Kräfteverhältnis die Partie zwischen dem EC Wil und dem EHC Uzwil eigentlich stand. Während der EHC Uzwil schon ganz wenige Möglichkeiten zum Torerfolg genügten, rannte Wil fast pausenlos vergebens an. Stellvertretend dafür der Wiler Noah Isler: «Eigentlich haben wir ja ein gutes Spiel bestritten. Unsere Ineffizienz in der Chancenauswertung gilt es aber zu überarbeiten.»

Mit einem bärenstarken Valentin Bauer

So sicherte sich Uzwil den Derbysieg in erster Linie dank der Effizienz vor dem Tor. Und zum anderen dank eines bärenstarken Valentin Bauer im Tor, der sein Team vor allem mit guten Paraden im Minutentakt am Leben hielt. Denn es war nicht etwa so, als wäre die eingangs erwähnte Dominanz des EC Wil nur auf die 13 Minuten im Mitteldrittel zurückzuführen. Nein, sowohl das zweite als auch das dritte Drittel waren fest in Wiler Hand. Im Startdrittel war Uzwil aber aufsässiger und besser. Und auch in der Schlussphase des Mitteldrittels hätte Uzwil bereits die Vorentscheidung herbeiführen können. Gleich zweimal zogen zwei Uzwiler in der 39. Spielminute auf das gegnerische Tor zu. Zweimal entschied sich der scheibenführende Spieler aber für die falsche Wahl. Statt querzulegen, wurde abgeschlossen – und umgekehrt.

So besass der EC Wil im Schlussdrittel noch immer die Möglichkeit, das Spiel zu kehren. Doch trotz anhaltender Dominanz brachten die Wiler den Puck nicht mehr über die Linie. Ins­besondere auch, weil Uzwil-Schlussmann Bauer weiterhin einen tadellosen Dienst verrichtete und so geradezu in die Rolle des Matchwinners schlüpfte.

Eintoreführung über die Zeit gezittert

Als diesen mochte er sich aber nicht sehen. «Jemand muss ja ­immer auch die Tore machen», verwies Bauer lachend auf seine Vorderleute. «Trotzdem ist es angenehm, in der bis anhin als Torhüter schwierigen Saison auch mal wieder positive Glanzpunkte setzen zu können», fügte Bauer an. So zitterte er die 3:2-Führung zusammen mit seinen Vorderleuten über die Zeit.

EC Wil: Sauter; Wuffli, Koller, Hohl, Hofstetter, Isler, Schaub, Blatter; Meier, Wachter, Elsener; Christen, Bader, Herzog, Hostettler, Koller, Tkachenko, Herzog, D’Ambrogio.

EHC Uzwil: Bauer; Fussenegger, Bischof, S. Steiner, Lipp, Schuster, Meeting van Rijn, Locher; Dum, Bodemann, Seiler, M. Steiner; Holdener-Rohner, Riedi, Jäppinen, Zeller, Tichy, Broder, Gramm, Alena.

David Metzger

sport@wilerzeitung.ch