Den Staub abgeklopft

Eschlikon Die Mechanische Werkstätte Wiesental erhält den Thurgauer Heimatschutzpreis.

Christoph Heer
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Ehre, wem Ehre gebührt. Die mechanische Werkstätte Wiesental in Eschlikon erhielt am Sonntagnachmittag den mit 5000 Franken dotierten Thurgauer Heimatschutzpreis 2016. Während eines kurzen Festakts mit über 100 Besuchern zeigten sich die Macher erfreut über den Preis. «Er ist nicht nur Anerkennung für die Leistung der vielen Freiwilligen, er ist auch Ansporn für die Zukunft. Und natürlich freuen wir uns auch über den finanziellen Zustupf in unser bescheidenes Kässeli», sagte Peter Bernhard, Präsident der Stiftung Mechanische Werkstatt Wiesental. Er bezeichnete die Werkstätte als Zeitzeugen von Pionier- und Erfindergeist. «Die Stiftung verfolgt das Ziel, die Werkstätte möglichst originalgetreu in Stand zu stellen und zu erhalten. Gegründet wurde sie erst vor drei Jahren.»

Dass heute stolz auf eine Anlage, angetrieben mit Wasserkraft, geschaut werden könne, sei dem Einsatz des Historischen Vereins Eschlikon und dessen Präsidenten Jürg Stänz zu verdanken. Unzählige freiwillige Arbeitsstunden hätten sie investiert, um die ehrgeizig gesteckten Ziele zu erreichen. «Ihnen gebührt ein grosses Lob», sagte Bernhard.

Lob für Restaurierung

Dass im Hinterthurgau diskret an der Restaurierung der Mechanischen Werkstätte gearbeitet wird, blieb auch dem Thurgauer Heimatschutz nicht verborgen. Uwe Moor liess es sich als dessen Präsident nicht nehmen, am internationalen Tag des Denkmales die Urkunde für den Heimatschutzpreis zu übergeben. «Seit 25 Jahren wird dieser Preis selbständig und unabhängig als kulturelle Auszeichnung zur Förderung des Heimatschutzgedankens im Kanton Thurgau verliehen. Wer sich für die Existenz und Rettung von bedrohten Bausubstanzen einsetzt, der verdient diese Auszeichnung. Ein Kompliment an die Eschliker Preisträger, die bereit waren, in unzähligen Stunden die verstaubte Werkstätte zu entrümpeln und sie wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.»

Während des Tages fanden Führungen durch die Werkstätte des 1932 verstorbenen Erfinders Ulrich Leutenegger statt. Der grosse Besucheraufmarsch zeigte, wie verankert der Historische Verein in der Bevölkerung ist.