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Den Puls der Flawiler Vereine spüren

Damit in der Gemeinde auch in Zukunft ein aktives und attraktives Vereinsleben gepflegt wird, erarbeitet der Gemeinderat ein Konzept. An der Vereinskonferenz brachten die Vertreter ihre Ideen ein. Darunter waren auch neue Ansätze.
Angelina Donati

«Zum Glück müssen wir keine Lösungen finden, sondern lediglich Vorschläge machen», bringt es ein Vereinsvertreter bei der Ideenpräsentation auf den Punkt. Durch den Lindensaal geht ein Lachen. Rund 50 Vertreter von Flawiler Vereinen haben sich an diesem Mittwochabend zusammengefunden, um sich an der Vereinskonferenz über Aktuelles zu informieren und sich untereinander auszutauschen.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Versammlung war klar der gemeinderätlichen Vision 2030 gewidmet. So soll bis 2020 ein Konzept entwickelt werden, wie den Vereinen auch künftig Hand geboten werden kann. «Unsere Gemeinde pflegt heute schon ein aktives und attraktives Vereinsleben», sagt Eddie Frei, Gemeinderat und Bereichsvorsteher Kultur, Freizeit, Sport. Und das, obschon es nicht allen Vereinen im gleichen Masse gelinge, genügend Mitglieder zu finden. Selbst Vorstandsposten zu besetzen, sei oft ein schwieriges Unterfangen. Die Gründe seien vielfältig.

Dennoch sei es enorm, wieviele unbezahlte Stunden die Freiwilligen jährlich stemmen würden und so zur lebendigen Gemeinde beitragen. Ein Dienst, auf den die Gemeinde schlicht angewiesen sei. «Unser Ziel ist es, dass das heutige Engagement auch in ferner Zukunft bestand hat.»

Saalmieten und Inserate im Flade-Blatt zu teuer

Ein Konzept, das wahllos einer Vorlage abgeschrieben werde und schliesslich in der Schublade verstaube, sei zwecklos, sagt Eddie Frei. Der Gemeinde sei es ein Anliegen, dass die definierten Grundsätze auf die Flawiler Vereinslandschaft abgestimmt werden. Deshalb wurde die jährlich stattfindende Vereinskonferenz gleich zum Anlass genommen, um über das Thema zu informieren und die Vereine zur Ideenfindung mit einbeziehen.

In Vierergruppen machten sich die Vereinsmitglieder darüber Gedanken, mit welchen Herausforderungen Vereine konfrontiert sind, welche Bedürfnisse Vereine haben und wie die konkrete Unterstützung der Gemeinde aussehen könnte. Die wichtigsten Punkte wurden notiert und schliesslich den Anwesenden präsentiert.

Dabei kam heraus, dass viele Vereine die Saalmieten oder auch die Kosten für Inserate im Flade-Blatt nicht stemmen können. Kommt hinzu, dass der bürokratische Aufwand immens hoch sei. Spontan wurde von jemandem eingeworfen, dass jeder Verein pro Jahr einmal einen Saal unentgeltlich benutzen sollte. In Appenzell gehe man mit gutem Beispiel voran. Und auch der Wunsch einer Präsentationsplattform, sei es im Fladenblatt oder online, wurde geäussert – am liebsten kostenlos. Generell sollen die Inserate im Flade-Blatt für Vereine vergünstigt angeboten werden. Mehrere Voten brachten zum Ausdruck, dass die Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen verbesserungswürdig sei. Ausserdem waren einige Vertreter der Ansicht, dass sich Vereine konkurrenzieren würden. Mit einer öffentlichen Plattform, eine Art Jobbörse, könnten zudem Ressourcen genutzt werden. Ein weiterer Ansatz war, dass die Ratskanzlei die Vereine bei gewissen administrativen Aufgaben unterstützten könnte.

Allenfalls eine weitere Vereinsumfrage

Die Flipcharts mit den Vorschlägen würden nun abfotografiert und die Blätter an der Kommissionssitzung diskutiert, versprach Gemeinderat Eddie Frei den Anwesenden. Dann werde sich zeigen, ob die Angaben ausreichen oder ob allenfalls eine weitere Umfrage bei den Vereinen durchgeführt werden soll. So oder so soll das Konzept bis 2020 zustande kommen.

Jugend-App statt «Flade-Blatt»

Dem Ursprung der Vereinskonferenz liegt eine «Datenbörse» zugrunde. Damals ging es darum, dass die Vereine die Daten ihrer Grossanlässe bekannt gaben und die Raumbelegung miteinander koordinierten. Mittlerweile hat sich der Anlass zu einem Informationsaustausch und zu einer Weiterbildung entwickelt.

Während in anderen Jahren Sinn und Zweck der Zeitbörse Benevol erläutert wurde oder Juristen die Statuten beurteilten, referierte dieses Mal Schulratspräsident Christoph Ackermann zum Thema «Kinderfreundliche Gemeinde». Mit dem Label, das Flawil von Unicef ausgehändigt wurde, wird die Gemeinde in einem vierjährigen Aktionsplan eingebunden. «Dieses Label haben wir nicht erhalten, weil wir bereits schon vieles gut gemacht haben, sondern um noch mehr zu leisten. Wir verpflichten uns, etwas zu unternehmen, das den Kindern zugutekommt», sagt Ackermann.

So werden etwa die Rechte der Kinder und Jugendlichen von Flawil in einem Leitbild festgehalten. Im vergangenen Herbst wurde das Dokument allen Vereinen mit Jugendabteilung zugestellt. Damit aber nicht genug: Auch auf das Mitwirken der jungen Flawilerinnen und Flawilern will die Gemeinde ein Augenmerk legen. Ein erster Gedanke, wie sie gezielt informiert werden können, stehe bereits im Raum: Zum Beispiel mittels einer Jugend-App. Schliesslich gehörten sie nicht zur Zielgruppe des «Flade-Blattes».

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