Den Mauern des Klosters Magdenau mit Signaletik neues Leben eingehaucht

Zum 775-Jahr-Jubiläum erhielt die Zisterzienserinnenabtei eine neue Signaletik. Am Mittwoch wurde die Beschilderung, die dazu dienen soll, sich im Klosterareal zurechtzufinden, eingeweiht.

Joelle Ehrle
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Mehr als bloss ein Wegweiser: Die neuen Tafeln informieren über historisches Geschehen. (Bilder: Joëlle Ehrle)

Mehr als bloss ein Wegweiser: Die neuen Tafeln informieren über historisches Geschehen. (Bilder: Joëlle Ehrle)

«Tote Mauern leben auf»: Das Einladungsschreiben des Klosters zur Einweihung der neuen Signaletik verspricht nicht zu viel. Tatsächlich wirken die Mauern des Klosters Magdenau lebendig, ja, sie scheinen praktisch mit einem zu sprechen. «Salve» (sei gegrüsst), steht in grossen Buchstaben auf hellgelbem Hintergrund auf der Mauer beim Eingangstor. «Wir haben uns bewusst für diese Farbe entschieden. Sie wirkt einladend», sagt Barbara Fosco. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Alexander Klein, dem Inhaber des Unternehmens Grafik Design Klein, hat sie vor rund einem Jahr begonnen, sich diesem Projekt zu widmen.

Eine sehr angenehme Zusammenarbeit

Das Paar verspürt mittlerweile eine Tiefe Verbundenheit zum Kloster. So wurde durch eine Kette von Ereignissen die Bindung zu den zehn dort wohnhaften Schwestern gestärkt. «Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und spannend», sagte Alexander Klein bei seiner Rede. Besonders die Mithilfe von Schwester Veronika bei der Realisation des neuen Informations- und Kommunikationssystems sei wertvoll gewesen. Gemeinsam habe man viel recherchiert und die Informationen auf Tafeln auf dem gesamten Areal angebracht. «Es war eine Herausforderung, das ganze Wissen auf eine einzige Plakette zu bringen», sagt Barbara Fosco.

Alexander Klein führt während seiner Rede auf, wie das Projekt seinen Anfang nahm. Schwester Veronika (rechts von ihm) schmunzelt ab dieser kreativen Einlage.

Alexander Klein führt während seiner Rede auf, wie das Projekt seinen Anfang nahm. Schwester Veronika (rechts von ihm) schmunzelt ab dieser kreativen Einlage.

Inspiriert vom Umriss einer Nonne

Rund 30 kleinere Schilder und zwei grössere Tafeln wurden während rund dreier Monate im Klosterareal angebracht. «Die Stelzen der Informationstafeln erinnern an den seitlichen Umriss einer Nonne mit Haube», erklärt Designer Alexander Klein.

Seit 775 Jahren bietet das Kloster an beschaulicher Lage ein Daheim für die Zisterzienserinnenabtei. Mit der neuen Beschilderung dürften sich nun wohl auch Besucher, Lieferanten und Handwerker im Klosterareal wie zu Hause zurechtfinden.