Den Kindern emotionale Sicherheit bieten

Wie immer im Mai fand die Hauptversammlung des Kantonalen Lehrer- und Lehrerinnenvereins (KLV) der Sektion Wil-Untertoggenburg statt. Dieses Jahr fungierte die Gemeinde Jonschwil als Gastgeberin.

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JONSCHWIL. Zum Kantonalen Lehrer- und Lehrerinnenverein (KLV) gehören insgesamt neun Sektionen mit über 4000 Mitgliedern. Die Mitgliederzahl setzt sich zusammen aus Kindergärtnerinnen, Primarlehrern, Reallehrern sowie Sekundarlehrern.

Kerngeschäft unterstützen

Die Sektion Wil-Untertoggenburg zählt rund 840 Mitglieder und setzt sich für die pädagogischen, erzieherischen und gewerkschaftlichen Anliegen der Lehrerschaft ein.

Die Erneuerungen zur Oberstufenreform 2012 werden immer noch von den Diskussionen zwischen Erziehungsrat und KLV beherrscht.

Das Kerngeschäft der Lehrpersonen an der Front beinhalte in erster Linie das Unterrichten und Erziehen der Kinder und Jugendlichen. Um diese Kernaufgabe zu unterstützen, sollten bei politischen Entscheiden Massnahmen getroffen werden, finden die Mitglieder des KLV.

Soziales Umfeld des Kindes

An der diesjährigen Hauptversammlung erläuterte der Präsident, Guido Zurburg, die Gedanken des Wiler Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pietro Menghini. So geschehe bei der Kindererziehung Entscheidendes im Elternhaus: Inkonsequente Erziehung, wenig Sicherheit sowie verdrängte familiäre Probleme führten zu einer mangelhaften Entwicklung der Kinder.

Daraus resultiere beim Kind entweder Trauer oder Entmutigung, was letztlich zu Aggression oder Depression führen könne, erklärte der Präsident. Ein wichtiger Faktor spiele das soziale Umfeld des Kindes, aber auch dessen Freizeitbeschäftigung und Medienkonsum sind von Bedeutung. In der Schule führe destruktives Schülerverhalten zu gesundheitlichen Problemen bei den Kindern selber wie auch bei den Lehrpersonen, so Zurburg.

Anzustreben seien deshalb zum einen emotionale Sicherheit im Elternhaus und in der Schule, zum anderen eine gute Atmosphäre und offene Kommunikation. Zudem forderte Zurburg die Eltern auf, vermehrt auf den Medienkonsum ihrer Kinder zu achten. (um.)