Den Heimvorteil nutzen

Am Sonntag kommt es auf dem Bergholz zum Spitzenspiel zwischen dem FC Wil U20 und Herisau. Der FC Flawil und Sirnach wollen vom Tabellenende wegkommen.

Urs Nobel
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Fussball. Bazenheid (2. Liga inter), Flawil, Uzwil und FC Wil U20 (alle 2. Liga) dürfen ihre Partien auf eigenem Terrain austragen und hoffen dass ihnen der Heimvorteil zum Erfolg verhilft. Einzig der FC Sirnach hat auswärts anzutreten. Die angeschlagenen Hinterthurgauer spielen «ennet dem Ricken» beim FC Weesen.

FC Wil U20 – FC Herisau

In der 2. Liga ist die Partie Wil gegen Herisau das Spiel der Runde. Das nach Verlustpunkten bestklassierte Team (FC Wil U20) trifft auf den aktuellen Leader.

Ein veritabler Spitzenkampf also, der in den vorderen Regionen für Klarheit bezüglich der Stärke beider Teams sorgen dürfte. Das Spiel wird am Sonntag um 10.30 Uhr angepfiffen. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Wetter gutgelaunt präsentiert und dass diese Partie, der zur erwartenden Ambiance wegen, auf dem Hauptfeld ausgetragen werden kann.

Dort würde sich auch der Trainer des FC Herisau auf Anhieb zurechtfinden, handelt es sich bei ihm doch um den Brasilianer Fabinho, der auf diese Saison hin ins Trainermetier eingestiegen ist und die Herisauer im Vergleich zur vergangenen Saison wieder etwas auf Vordermann gebracht hat. Fabinho lässt gerne offensiv spielen. Ein Indiz also, dass diese Partie den Namen Spitzenspiel verdienen wird.

Denn auch die jungen Wiler tendieren deutlich dazu, ihr Heil in der Offensive zu suchen und lieber ein Tor mehr zu schiessen, als eines weniger zu bekommen. Der FC Wil U20 wird bereits am Mittwoch, 29. September, wieder im Einsatz stehen. Dann wird das verschobene Spiel auswärts in und gegen Glarus zur Austragung gelangen. Ob die Wiler dort als neuer Tabellenleader antreten?

FC Bazenheid – FC Rorschach

Wird der FC Bazenheid, dem man zu Saisonbeginn noch wenig Kredit eingeräumt hatte, auch das spielstarke Rorschach ohne Punkte wieder nach Hause schicken? Die Partie beginnt morgen Samstag um 17.30 Uhr und wird für das Heimteam keinesfalls zum Selbstläufer. Wohl ist der FC Rorschach als Aufsteiger nicht so gut gestartet, wie er es selber erhofft hat. Spielerisch enttäuscht haben die «Seebuben» aber noch nie.

Ein Erfolg des FC Bazenheids hätte zur Folge, dass dieser seine bereits jetzt schon gute Tabellenposition weiter verbessern könnte.

FC Flawil – FC Wattwil-Bunt

Der FC Flawil muss wichtige Fragen, die momentan noch im Raum stehen, auf dem Feld beantworten. Beispielsweise jene, wie gut er das Cupspiel gegen den FC St. Gallen verdaut hat.

Werden die Spieler einen Kulturschock erleben, wenn sie nur noch vor rund 150 Zuschauern auflaufen? Können sie taktisch und gedanklich wieder umschalten und das Spiel gestalten sowie bestimmen? Gegen einen Gegner, der als kampfstark bezeichnet wird und der wahrscheinlich die Spielpause dazu genutzt hat, sich wieder aufzubauen und mit demselben Elan in die weiteren Spiele zu steigen wie in den ersten beiden Saisonpartien?

Die Begegnung zwischen Flawil und Wattwil-Bunt, welche morgen Samstag um 17 Uhr angepfiffen wird, kennt jedenfalls keinen Favoriten. Deshalb wird der FC Flawil auf seinen Heimvorteil hoffen. Aber auch auf der Schützenwiese muss die Tormaschinerie endlich einmal auf Touren kommen. Einen Gegentreffer hat man nämlich schnell einkassiert.

FC Uzwil – FC Winkeln

Der FC Uzwil hat am vergangenen Dienstag auswärts gegen Uznach das Richtige gemacht. Er hat sich mit sechs Treffern in der dritten Cup-Vorrunde richtig eingeschossen.

Das gibt Moral und Selbstvertrauen. Wenn nicht noch die alte Krankheit – zuerst in Rückstand zu geraten – immer noch bestehen würde. Der FC Uzwil scheint aber trotzdem gefestigt genug, morgen Samstag um 17 Uhr gegen den FC Winkeln das Heft in die Hand zu nehmen und seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Dies wird von der Mannschaft auch erwartet, denn es ist nicht anzunehmen, dass Uzwil-Trainer Vlado Nogic zu einem Engagement Ja gesagt hat, um mit seinem neuen Team ein bisschen im Mittelfeld herumzukicken.

FC Weesen – FC Sirnach

Vor einer sehr schwierigen Aufgabe steht der FC Sirnach morgen Samstag um 17.30 Uhr. Die Mannschaft von Trainer Miro Caktas präsentiert sich alles andere als gefestigt, die Verunsicherung in der Mannschaft ist spürbar. Den drei Unentschieden folgten zwei Niederlagen in der Meisterschaft und vergangenen Dienstag auch noch eine im Cup gegen den Drittligisten FC Henau.

Jetzt müssen Punkte her und das auswärts in und gegen Weesen. Ein Team, das auf viele routinierte Spieler zählen darf und das in der Endabrechnung der Saison wohl einen Platz im Mittelfeld belegen wird. Weesen ist schlagbar. Aber nur dann, wenn alle Sirnacher ihre Leistung abrufen und sich in den Dienst des Kollektivs innerhalb der Mannschaft stellen.