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Den Glauben in Musik ausdrücken

WIL. Das Schweizerische Kirchenklangfest Cantars zeigte am Samstag auf, wie vielfältig Kirchenmusik ist – und wie sie in Wil und der Region gelebt wird. So individuell sich Glauben entwickeln kann, so vielfältig waren die Darbietungen.
Carola Nadler
Das Kirchenklangfest Cantars verbindet Gläubige: Sowohl als Ausführende, als auch als Zuhörer. (Bild: Carola Nadler)

Das Kirchenklangfest Cantars verbindet Gläubige: Sowohl als Ausführende, als auch als Zuhörer. (Bild: Carola Nadler)

Während zwölf Stunden musizierten verschiedenste Formationen und bewegten ein grosses Publikum zwischen Kreuzkirche und St. Peter. Stadtpräsidentin Susanne Hartmann wies in ihrem Grusswort darauf hin, dass der musikalische Gedanke zwar mit einer Art Code auf Papier fixiert werde. «Wirklich zum Leben erweckt wird Musik aber erst dadurch, dass sie gespielt, gesungen und aufgeführt wird», sagte Hartmann. Über Musik könne man nicht sprechen, sie müsse ganz einfach erlebt werden.

Diesem Erleben gaben sich am Samstag an elf Konzerten drei Generationen hin; vom Wunsch beseelt, ihren Glauben, welcher Konfession auch immer, in Musik auszudrücken – aktiv oder im Zuhören.

Klassisches, Jazz und Gospel

So individuell sich Glauben entwickeln kann, so vielfältig waren die Darbietungen: In einem Crossover-Projekt standen sich Werke der französischen Romantik und des Jazz gegenüber, Gospelmusik und Taizé-Lieder sowie zeitgenössische «Gebrauchsliteratur» der Kirchenmusik prägten ebenso das Programm wie ein Orgel- und Lichtevent. Das Kinderjodelchörli Mosnang sang traditionelle Weisen, die Wiler Jugend trat mit der Singbox in zwei Werken auf. Auch ausserhalb der Kirchen wurde musiziert: Die Wiler Bläserkids sowie der Kathi-Chor stimmten auf Cantars ein.

Messe uraufgeführt

Im Zentrum des Kirchenklangfestes standen ein ökumenischer Gottesdienst, der unter der Leitung von Markus Leimgruber vom Cäcilienchor St. Peter und dem Jugendchor Singbox gestaltet wurde, sowie die Uraufführung der «Messe im Latin Style». Aus Anlass seines 300-Jahr-Jubiläums hatte der Chor zu St. Niklaus dieses Werk bei Roman Bislin-Wild in Auftrag gegeben, der sich dafür mehrere Wochen in Südamerika aufhielt, um diese Musik authentisch zu studieren. Unter der Leitung von Kurt P. Koller wirkten nebst dem Chor zu St. Niklaus der Kinderchor der Wiler Singbox sowie der Popchor Roxing Wil mit.

Die Instrumentalbegleitung mit Klavier, Akkordeon, Klarinette und Rhythmusgruppe bot zu dem breiten Klang der drei Chöre einen perkussiven, fast schon kammermusikalischen Kontrast. Komponist Roman Bislin-Wild hatte plastisch mit den drei Chorklangkörpern gearbeitet und ein facettenreiches Klangerlebnis geschaffen.

Erlebbare Kirchenmusik

So wurde Musik, speziell Kirchenmusik, erlebbar und zeugte wie alle anderen Aufführungen dieses Tages davon, dass die Kirchenmusik noch lange nicht tot ist. Nicht, solange der Glaube noch lebt.

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