Den Alten die Show gestohlen

MOGELSBERG. Das Schmittechörli Necker hat einen glanzvollen Unterhaltungsabend geboten. Die Kinder der Schmittechörli-Mitglieder haben ihren Eltern mit ihrem 13U13-Chörli die Show gestohlen..

Matthias Giger
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Der Saal im Mehrzweckgebäude in Mogelsberg war voll. Rund 380 Besucherinnen und Besucher liessen sich die Unterhaltung des Schmittechörli Necker nicht entgehen. Sie sollten belohnt werden.

13U13 - vorlaute Jungjodler

Sowohl die Gastgeber als auch das Chörli aus dem Berner Oberland sangen, dass es einem warm ums Herz wurde. Mit geschickt vorgetragenen Witzen sorgten beide Chöre zudem, dass auch die Lachmuskeln wacker trainiert wurden. In die gleiche Richtung zogen die Kinder des Kinderchores 13U13 unter der Leitung von Margrit Grob. Ihren gesanglichen Rückstand zu den Eltern im Schmittechörli machten sie mit ihrem frechen Auftritt im Nu wett. Den modernen Namen 13U13 hätten sie gewählt, weil sie 13 «glatti Gofe» seien, alle unter 13 Jahre alt.

Für die Eltern hielten sie eine moderne Namensalternative zu Schmittechörli bereit: 17nzp. Will heissen: 17 für die 17 Mitglieder des Schmittechörli Necker, n für nahe, z für zu und p für pensioniert. Im von Irma Meier geschriebenen Liedtext zeigten die 13 Nachwuchsjodler ihr komödiantisches Geschick. So sangen sie froh und munter: «Und wänn mir dänn mol vierzgi sind, dänn händ mir au en andere», hielten inne und sich selbst gleichzeitig das Konterfei ihrer Mutter oder ihres Vaters vor den Kopf.

Alleine auf der Bühne

Ueli Keller ist schon über 13. So traute er sich als Einziger an dem Abend alleine mit dem Hackbrett auf die Bühne. Die Nervosität war ihm anzusehen und das Publikum zollte ihm mit einem riesengrossen Applaus Anerkennung. Anerkennung gab es auch für die Gäste. Nicht nur das Publikum lobte die Leistung der neun Berner. Auch zwei Lausejungen von 13U13 wollten von ihren Eltern wissen, ob sie auch so schön singen könnten, wenn sie statt 17 nur zu neunt wären.

Die neun Jodlerinnen und Jodler, die sich zum Jodelchörli «Bärg u Tal» formiert haben, trotzen ausserdem einer grossen geographischen Distanz. Sie wohnen nämlich verstreut über das gesamte Berner Oberland.

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