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Präsident des Badmintonclubs Uzwil nimmt kein Blatt vor den Mund: «Uns fehlt ein Führungsspieler»

Uzwil ist vor der Weihnachtspause auf dem sechsten Rang der NLA klassiert. Das ist weit unter den Erwartungen. Präsident Jürg Schadegg findet deutliche Worte – und nimmt die Ausländer in die Pflicht. Dem Trainer stärkt er den Rücken.
Tim Frei
Artem Pochtarev, Uzwils Nummer eins im Einzel, überzeugte bisher nicht. (Bild: Matthias Zindel)

Artem Pochtarev, Uzwils Nummer eins im Einzel, überzeugte bisher nicht. (Bild: Matthias Zindel)

Sie sind konsterniert beim Badmintonclub Uzwil. Seit den zwei 2:6-Niederlagen gegen Tafers und Aufsteiger Zürich sind zwar einige Tage vergangen, doch diese Zeit hat offensichtlich nicht gereicht, um die Wunden zu heilen. Jürg Schadegg, Präsident und Sportchef des NLA-Vereins, kann seine Enttäuschung nicht verbergen:

«Wenn man als Vizemeister gegen den Aufsteiger so deutlich verliert, stimmt etwas nicht.»

Bedenklich sei, wie die Mannschaft die beiden Niederlagen «über sich ergehen liess». Die zwei Fehltritte haben Auswirkungen in der Tabelle – der zweifache Meister ist vom dritten auf den sechsten Rang abgerutscht. Mit dieser Platzierung würden die Uzwiler das Playoff verpassen. Die Diskrepanz zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison ist frappant: Damals ging der Club als Leader in die Winterpause. Wie konnte es zu diesem Absturz kommen?

Schlüsselspieler Maas wechselte in die Bundesliga

Schwer wiegt der Abgang des Niederländers Jelle Maas in die deutsche Bundesliga. «Er war unser Führungsspieler», sagt Schadegg, «ein solcher fehlt uns derzeit.» Eigentlich wäre die Ukrainerin Maria Ulitina als aktuelle Weltnummer 128 prädestiniert gewesen, diese Rolle zu übernehmen. Schadegg sagt:

«Unsere Erwartungen hat sie bisher nicht erfüllt. Von einer Spielerin mit diesem Renommee muss einfach mehr kommen.»

Schadegg gesteht zwar ein, dass die enttäuschenden Leistungen der Olympiateilnehmerin von 2016 auch einer Rückenverletzung geschuldet seien. Trotzdem findet er deutliche Worte: «Wir sind nicht zufrieden damit, wie sie sich auf dem Feld präsentiert».

Ulitina und Pochtarev sind gefordert

Einerseits verliere die Ukrainerin Partien, die sie gewinnen müsste. Andererseits vermisst der Präsident ihren Kampfgeist:

«Wir möchten mehr sehen, dass sie sich komplett für das Team zerreisst. Vor allem wenn sie im Rückstand ist, fehlt dies.»

Von der Osteuropäerin wird erwartet, sagt Schadegg, dass sie Verantwortung übernehme, mit gutem Beispiel vorangehe und das Team führe. «Wir haben ihr das nochmals verdeutlicht.»

Ulitinas Landsmann Artem Pochtarev steht ebenso in der Pflicht. Er kämpft schon längere Zeit mit Ellenbogenproblemen. Der Ukrainer erreichte deswegen sein gewohntes Leistungsniveau selten – vergangene Saison hatte er 90 Prozent seiner Partien gewonnen, diese Saison waren es bisher nur rund 30 Prozent.

Am Teamgeist arbeiten

«Damit können wir nicht zufrieden sein», so Schadegg. Hinzu kommt, dass Pochtarev wegen des Verletzungspechs nicht alle Partien bestreiten konnte. «Wäre er immer dabei gewesen, hätten wir sicher ein bis zwei Punkte mehr auf dem Konto.»

Doch nicht nur von den Ausländern erwarten die Verantwortlichen mehr, sondern von jedem Einzelnen. Schadegg hofft, dass die Mannschaft die Weihnachtspause nutzt, um am Teamgeist zu arbeiten, um mit neuem Elan ins neue Jahr zu starten.

Transfers sind nicht ausgeschlossen

Bei Misserfolg erwischt es oft den Trainer, ist er doch das schwächste Glied der Kette. Doch für Uzwil steht der Posten des Spielertrainers Iztok Utrosa nicht zur Debatte. Schadegg sagt:

«Wir haben mit ihm ein langfristiges Projekt gestartet, den Nachwuchs voranzubringen und Talente in die erste Mannschaft einzubauen.»

Der Präsident ergänzt, dass Utrosa diesbezüglich bereits einige Erfolge verbuchen konnte. «Deshalb ist ein Wechsel auf dieser Position unvorstellbar.» Auch Ulitina und Pochtarev stehen nicht zur Diskussion. Es könne aber sein, dass Uzwil nochmals auf dem Transfermarkt aktiv wird.

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