Degersheimer Kies- und Betonwerk Tal erneut für seine Naturwerte ausgezeichnet

Die Grob Kies AG wurde für die naturnahe Gestaltung ihres Kies- und Betonwerks Tal in Degersheim mit dem Label der Stiftung Natur & Wirtschaft ausgezeichnet. Es ist bereits das vierte Mal, dass das Unternehmen diese Zertifizierung erhält.

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Zertifikatsübergabe durch Peter Richard, Vizepräsident der Stiftung Natur & Wirtschaft, an Franziska Sabljo-Grob, CEO der Grob Gruppe (links). Rechts im Bild: Monika Scherrer, Gemeindepräsidentin von Degersheim.

Zertifikatsübergabe durch Peter Richard, Vizepräsident der Stiftung Natur & Wirtschaft, an Franziska Sabljo-Grob, CEO der Grob Gruppe (links). Rechts im Bild: Monika Scherrer, Gemeindepräsidentin von Degersheim.

Bild: PD

(pd/ahi) Bei einem Kies- und Betonwerk denkt man nicht als erstes an Naturnähe. Vielmehr tauchen Bilder von grossen Baggern und Kieshaufen auf. Doch das Areal der Grob Kies AG in Degersheim ist ein wahres Paradies für die einheimische Flora und Fauna und seit 2005 mit dem Label der Stiftung Natur & Wirtschaft ausgezeichnet.

Anlässlich der kürzlichen Rezertifizierung wurde das Label zum vierten Mal verliehen. Die Zertifikatsübergabe fand im Rahmen einer Führung durch das Kiesabbauareal statt. Peter Richard, Vizepräsident der Stiftung, machte auf den ökologischen Wert des Gebiets aufmerksam: «Aufgrund der diversen Biotoptypen findet man hier eine erfreuliche Vielfalt an Organismen. Vor allem die Amphibienlaichgebiete sind von nationaler Bedeutung.»

Hotspot der Biodiversität

Die naturnahen Flächen auf dem Areal setzen sich unter anderem aus Hecken, Ruderal-, Wiesen-, Waldflächen und Weiher zusammen. Letztere bieten zum Beispiel der Gelbbauchunke schöne Laichlebensräume. Für Reptilien und Amphibien wurden Ast- und Steinhaufen angelegt und auch weitere Tiere wie Libellen und Uferschwalben können auf dem Areal beobachtet werden.

Das Gebiet ist ein Beispiel dafür, dass Kiesgruben und Steinbrüche der Natur grosse Chancen bieten. Typische Pflanzen- und Tierarten, die eigentlich in Flussauen leben, besiedeln als Pionierarten die offenen Abbaustellen. Da bei uns die meisten Flussläufe künstlich begradigt worden sind, bilden die Abbaustellen wichtige Ersatzstandorte für diese verschwundenen Auenlandschaften.

Einsatz für mehr Natur vor Ihrer Tür

Die Stiftung Natur & Wirtschaft fördert die naturnahe Planung und Gestaltung von Firmenarealen, Wohnsiedlungen, Schulanlagen, Kiesabbaustellen und neu auch Privatgärten. Sie zeichnet vorbildliche Areale mit einem national anerkannten Label aus und unterstützt Interessierte bei der Planung und Realisierung ihres naturnahen Areals.

Mehr als 480 Institutionen aus allen Branchen sind aktuell zertifiziert. Das ergibt eine Naturfläche von rund 40 Millionen Quadratmetern.